Evangelische Christen im Kreis Unna bekommen einen neuen Chef – oder eine Chefin

Evangelischer Kirchenkreis Unna

Der evangelische Kirchenkreis Unna braucht einen neuen Chef. Denn Hans-Martin Böcker hört bald auf. Um seine Nachfolge bewerben sich drei Kandidaten. Nächste Woche wird gewählt.

Kreis Unna

, 29.01.2020, 16:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Noch ist Hans-Martin Böcker Superintendent im Evangelischen Kirchenkreis Unna. In der nächsten Woche wird über seine Nachfolge entschieden.

Noch ist Hans-Martin Böcker Superintendent im Evangelischen Kirchenkreis Unna. In der nächsten Woche wird über seine Nachfolge entschieden. © Udo Hennes

Der Superintendent leitet den Kirchenkreis, ist quasi der oberste Geistliche und vertritt die evangelische Kirche im Kreis Unna auch in der Öffentlichkeit. Seit rund fünf Jahren ist Hans-Martin Böcker der erste Mann im Kirchenkreis, doch aus Altersgründen hört er demnächst auf.

Am nächsten Mittwoch kommt die Kreissynode zu einer Sondersitzung in Kamen zusammen, um über die Nachfolge Böckers zu entscheiden. Dabei haben die Mitglieder des Kirchenparlamentes, die insgesamt 13 Gemeinden vertreten, die Wahl zwischen drei Kandidaten: Dorothea Goudefroy aus Menden, Andreas Müller aus Unna und Dr. Karsten Schneider aus Dortmund.

Kandidatin für das Amt der Superintendentin im Evangelischen Kirchenkreis Unna: Dorothea Goudefroy.

Kandidatin für das Amt der Superintendentin im Evangelischen Kirchenkreis Unna: Dorothea Goudefroy. © Kirchenkreis Unna

Es ist also auch denkbar, dass der Kirchenkreis nach Böckers Vorgängerin Annette Muhr-Nelson künftig wieder eine Frau an der Spitze hat. Goudefroy (Jahrgang 1970) stammt gebürtig aus Essen, ist aufgewachsen in Bielefeld und seit 2015 als stellvertretende Synodalassessorin im Kirchenkreis Iserlohn tätig.

Kandidat für das Amt des Superintendenten im Evangelischen Kirchenkreis Unna: Karsten Schneider.

Kandidat für das Amt des Superintendenten im Evangelischen Kirchenkreis Unna: Karsten Schneider. © Kirchenkreis Unna

Dr. Karsten Schneider (Jahrgang 1965) wuchs ebenfalls in Ostwestfalen auf und ist seit 2001 als Pfarrer einer Kirchengemeinde in Dortmund aktiv.

Andreas Müller (Jahrgang 1966) dürfte den höchsten Bekanntheitsgrad der Bewerber haben. Müller wohnt in Unna und ist nicht nur Synodalassessor im hiesigen Kirchenkreis, sondern auch Pfarrer in der Kirchengemeinde Holzwickede und Opherdicke.

Kandidat für das Amt des Superintendenten im Evangelischen Kirchenkreis Unna: Andreas Müller.

Kandidat für das Amt des Superintendenten im Evangelischen Kirchenkreis Unna: Andreas Müller. © Kirchenkreis Unna

Damit sich die Mitglieder der Kreissynode vor der demokratischen Wahl ein Bild von allen drei Bewerbern machen können, stellen diese sich am Samstag, 1. Februar, vor. Um 10.30 Uhr beginnt die hierfür einberufene Synodalversammlung im Gemeindehaus Heeren-Werve.

Jeweils eine Viertelstunde haben alle drei Zeit, um einen Einblick in das eigene Denken, ihren Glauben und ihr Leben zu geben. Im Anschluss stellen sie sich den Fragen aus dem Publikum.

Kandidaten brauchen die absolute Mehrheit

Die Wahl erfolgt am Mittwoch, 5. Februar, ab 17 Uhr im Gemeindehaus Kamen am Schwesterngang. Um gewählt zu werden, braucht ein Kandidat die absolute Mehrheit der Stimmen.

Jetzt lesen

Gelingt dies im ersten Wahlgang nicht, gibt es einen zweiten Wahlgang mit den beiden Kandidaten, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten haben.

Amtseinführung am 30. April

Wie auch immer die Wahl ausgeht: Bis zum 30. April ist Hans-Martin Böcker noch im Amt. Dann wird er in einem Gottesdienst in der Unnaer Stadtkirche verabschiedet und übergibt die Amtsgeschäfte – an seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Warnung der GSW
„Er stellte den Fuß in meine Tür“: Falscher Ableser ist im Namen der GSW unterwegs
Hellweger Anzeiger Vermisstensuche nach Unfall
Nach Unfall: Vermisster Bergkamener (23) meldet sich nach Suchaktion bei der Polizei