Nach L 821n-Freigabe: Mehr Platz für Radler und Fußgänger in Oberaden und Weddinghofen

dzVerkehrsplanung

Sobald die L 821n für den Verkehr freigegeben ist, soll sich bei den Straßen in Oberaden und Weddinghofen einiges ändern. Das betrifft nicht nur die Schul- und die Jahnstraße.

Bergkamen

, 23.10.2019, 17:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadtverwaltung plant schon für den Tag, an dem die L 821n für den Verkehr freigegeben wird. An diesem Tag soll sich vor allem auf der Jahnstraße und der Schulstraße einiges ändern. Beide Straßen sollen an diesem Tag zu Gemeindestraße werden. Das gibt der Stadt die Möglichkeit, den Verkehr neu zu regeln.

Sie will, dass dann nur noch Lastwagen in die Straßen fahren dürfen, die dort Anlieger sind – zum Beispiel, wenn sie Geschäfte beliefern oder bei einem Umzug Wohnhäusern anfahren. Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters kann sich auch vorstellen, auf beiden Straßen Tempo 30 einzuführen. Die Schulstraße ist ohnehin schon vor einigen Jahren so umgebaut worden , dass sie wie eine Tempo-30-Zone wirkt.

Nach L 821n-Freigabe: Mehr Platz für Radler und Fußgänger in Oberaden und Weddinghofen

Die Schulstraße ist schon so umgebaut, dass sie wie eine Tempo-30-Zone wirkt. Die Stadt wird wahrscheinlich wenig bauliche Änderungen vornehmen, wenn sie die Straße übernimmt. © Marcel Drawe

Wenig bauliche Veränderungen auf der Schulstraße

Dort plant die Stadt wahrscheinlich auch wenig weitere Änderungen. Nur die Mini-Kreisverkehre will sie sich noch einmal anschauen, ob dort lärmmindernde Maßnahmen notwendig sind oder ob es reicht, die Lkw weitgehend aus der Straße zu verbannen.

Für die Jahnstraße sehen die Pläne anders aus. Sie soll wahrscheinlich komplett neu gestaltet werden. „Die Straße hat jetzt noch einen altmodischen Querschnitt“, sagt Peters. Nach der Fertigstellung der L 821n wird sie auf dem Abschnitt zwischen der Lünener Straße und dem Kreisverkehr mit der Erich-Ollenhauer-Straße ebenfalls zur Gemeindestraße. Sie soll künftig deutlich fußgänger- und fahrradfreundlicher gestaltet werden. Die Fahrbahn soll schmaler werden und nicht mehr zu schnellerem Fahren einladen.

Nach L 821n-Freigabe: Mehr Platz für Radler und Fußgänger in Oberaden und Weddinghofen

Erst kürzlich haben Stadtverwaltung, Mitarbeiter eines Planungsbüros und Bürger die Jahnstraße einem „Fußverkehrs-Check“ unterzogen. Baudezernent Dr. Peters bescheinigt ihr einen „altmodischen Querschnitte. Sie soll wahrscheinlich deutlich anders gestaltet werden. © Claudia Pott

Fördermittel und Geld von Straßen.NRW

Die Stadt hofft auf Fördermittel für die Neugestaltung und geht davon aus, dass auch der Landesbetrieb Straßen.NRW sich an den Kosten beteiligen muss. Der Landesbetrieb habe schon länger nicht mehr in die Jahnstraße, die alte L 821, investiert. „Die Folge ist, dass die Jahnstraße zum Teil erhebliche bauliche Mängel aufweist“, sagt der Baudezernent. Für diesen Investitionsrückstand muss Straßen.NRW Ersatz leisten und den will die Stadt in die Neugestaltung investieren.

Mit der Umwandlung und Umgestaltung der beiden bisherigen Landesstraße L 664 (Schulstraße) und L821 (Jahnstraße) soll es aber nicht getan sein. Das Baudezernat geht von einer Art Schneeballeffekt auch für andere Straßen in Bergkamen aus. In Weddinghofen soll die Goekenheide in der Einmündung Kampstraße bis zur Lünener Straße vom Bestandteil der L 664 zur Kreisstraße (K 9) werden, die bisher über die Weddinghofer Straße, den Häupenweg, den östlichen Teil der Goekenheide und die Buckenstraße zur Lünener Straße führt.

Auch die Buckenstraße soll zurückgestuft werden

Peters´ Überlegungen: „Eine doppelte Kreisstraße über die Goekenheide und die Buckenstraße ist unnötig.“ Die Stadt schlägt deshalb vor, die Buckenstraße ebenfalls zur Gemeindestraße zu machen. Die Goekenheide soll dann mit einem Kreisverkehr an die Lünener Straße angebunden werden. Um den Verkehr Richtung A2 zu entzerren. An der Ampel Buckenstraße kommt es oft zu Staus, weil der Verkehr Richtung Autobahn auch noch die Fahrzeuge, die aus dem Langen Kamp kommen, vorbeilassen muss.

Für die Buckenstraße kann sich Peters für diesen Fall einen drastischen Rückbau vorstellen. Sie soll mindestens einen Radweg bekommen. Der Baudezernent kann sich sogar vorstellen, sie zur Radverkehrsstraße wie am Gymnasium umzubauen. Nur noch Anlieger dürften dann noch mit dem Auto in die Straße fahren.

Voraussetzung ist aber, dass der Kreis Unna die Straße an die Stadt abgibt.

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