Nach der Corona-Zwangspause: Bei den „Sternenwichteln“ soll bald Kinderlachen erklingen

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In den Räumen der Spielgruppe „Sternenwichtel“ ist es seit Monaten ruhig. Viel zu ruhig. Seit März dürfen dort keine Kinder mehr betreut werden – wegen Corona. Nun gibt es einen Neustart.

Bergkamen

, 11.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Haus aus Karton steht noch in einem der Zimmer der „Sternenwichtel“. „Unbespielt“, sagt Manuela Münzel. Normalerweise betreuen sie und Susanne Morch 14 Kleinkinder in den Räumen der ehemaligen Büscherstiftung. Das Spielhaus aus Pappe haben sie am 13. März mit den Kleinen gebaut. Dann kam Corona und die Nachricht, dass die Kinderbetreuung bis auf weiteres eingestellt werden muss. Seitdem schallt kein Kinderlachen mehr durch das Haus an der Büscherstraße.

Die Kinderbetreuung soll am 31. August wieder starten

Das soll sich jetzt ändern. Im benachbarten Familienzentrum Büscherstiftung herrscht schon wieder Betrieb. Und auch Münzel und Morch wollen ihre Betreuungsdienste ab dem 31. August wieder anbieten. Plätze sind noch reichlich frei bei den „Sternenwichteln“: Bisher haben Eltern gerade einmal vier Kinder angemeldet. Zwei kamen schon vor dem Shutdown zur Vormittagsbetreuung, zwei sind neu. Zehn Plätze sind noch zu vergeben.

Seit 20 Jahren betreuen Manuel Münzel in dem Haus an der Büscherstraße in Bergkamen Kleinkinder.

Seit 20 Jahren betreuen Manuela Münzel und Susanne Morch in dem Haus an der Büscherstraße Kleinkinder. © Borys Sarad

Dass sich Münzel und Morch im Sommer an neue Kindergesichter gewöhnen müssen, ist für sie nichts Ungewöhnliches. Auch in normalen Jahren wechseln dann viele ihrer Schützlinge in einen Kindergarten. Aber diesmal konnten sie sie nicht einmal richtig verabschieden. Dabei bekommt doch jedes Kind eine Abschluss-Mappe: „Wir haben eine Fahrradtour durch Bergkamen gemacht und sie den Familien zuhause vorbeigebracht“, sagt Morch.

DIE „STERNENWICHTEL“

BETREUUNG AM VORMITTAG

  • Die „Sternenwichtel“ bieten ihre Betreuungsdienste für Kinder ab einem Jahr montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr an. Andere Zeiten sind nach Absprache möglich
  • Wer sein Kind an zwei Tagen in der Woche bringt, zahlt, 70 Euro pro Monat, für drei Tage werden 100 Euro, für vier Tage 130 Euro fällig.
  • Die Räume der „Sternenwichtel“ befinden sich an der Büscherstraße 46 neben dem Familienzentrum Büscherstiftung.
  • Informationen gibt es bei Manuela Münzel Tel. 0178/6361662 oder Susanne Morch Tel. 0152/01549471

Das Jugendamt beaufsichtigt die „Sternenwichtel“

Einige Eltern haben ihre Kinder bei den „Sternenwichteln“ abgemeldet, weil sie Angst haben, dass sich der Nachwuchs mit Corona infiziert. Münzel und Morch haben Verständnis dafür. Sie sind aber auch sicher, dass sie für die Kinderbetreuung unter Pandemiebedingungen gerüstet sind, wenn es im August wieder los geht.

Bei der Arbeit mit kleinen Kindern sei Sauberkeit ohnehin ein wichtiges Gebot, sagen sie. Und nun werden sie die Hygienebemühungen noch einmal deutlich verschärfen. Auf das entsprechende Konzept werden die Behörden einen Blick werfen: „Wir stehen unter Aufsicht des Jugendamtes und des Landesjugendamtes“, sagt Münzel.

Nun hoffen die beiden, dass sich genug Eltern finden, die ihnen ihre Kinder anvertrauen. Denn sonst könnte es auch finanziell knapp werden: Den „Sternenwichteln“ fehlen seit Mitte März die Einnahmen.

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Die Miete für das Haus, das der Friedenskirchengemeinde gehört, läuft aber weiter. Dennoch bleiben Münzel und Morch optimistisch. Immerhin gibt es die „Sternenwichtel“ seit dem Jahr 2000: „Da haben wir so manches Tief durchgestanden.“

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