Nach 6500 Stunden im Dienst dürfen sich die Feuerwehrleute auch mal bedienen lassen

dzFeuerwehreinheit Oberaden

An Silvester und dem frühen Neujahrsmorgen müssen sie oft ausrücken. Deshalb feiert die Einheit Oberaden der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen den Jahreswechsel jedes Jahr etwas später nach.

Oberaden

, 12.01.2020, 17:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für die Feuerwehrleute der Einheit Oberaden beginnt ein neues Jahr oft genug direkt mit Einsätzen. Zeit, der Familie und den Kameraden in Ruhe „ein frohes Neues“ zu wünschen, bleibt da selten. Eigentlich ist es deshalb in der Einheit Tradition, den ersten Sonntag des neuen Jahres mit allen Aktiven und Ehemaligen, den jeweiligen Familien sowie den Witwen verstorbener Kameraden bei einem ausgedehnten Frühstück, das im Kaffeetrinken endet, zusammen zu sein.

Neuer Ort durch Schließung von Haus Heil

Die Schließung von Haus Heil erschwerte die Fortführung der Tradition in diesem Jahr, denn die Oberadener Brandbekämpfer mussten sich auf die Suche nach einem neuen Domizil begeben. „Es soll ein Dankeschön an die Familien sein, die Kameraden leisten Unglaubliches unterhalb des Jahres: Da sollen auch sie einmal bedient werden und nicht selbst bei allem tätig werden müssen“, erklärte Einheitsführer Jens Möllmann, wonach man gesucht hatte. Im Grubenwehrheim wurde man fündig, ein örtlicher Caterer sorgte für das Buffet, nur vom angestammten Termin musste man abweichen.

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In Konkurrenz zum Bürgermeister-Empfang

Eine Woche später als sonst – und in Konkurrenz zum Empfang des Bürgermeisters – kamen dieses Mal 65 Feuerwehrangehörige zusammen. „Unser Festausschuss muss jetzt beraten, ob wir es künftig dabei belassen werden, oder ob es Alternativen gibt“, sagte Möllmann.

Rückblickend auf 2019 vermeldeten Jens Möllmann und Pressesprecher Martin Schmidt, dass 137 Einsätze gefahren worden waren – rund 40 weniger als im Jahr zuvor. „2018 war aber auch das absolute Rekordjahr“, erklärte Möllmann.

Ehrenamtler ersetzen rechnerisch vier Vollzeitstellen

Nichtsdestotrotz waren die Mitglieder der Einheit 6500 Arbeitsstunden für die Freiwilllige Feuerwehr im Einsatz. „Das sind vier Jahresvollzeitstellen“, hat Möllmann ausgerechnet. „Und diese Arbeit wird von 40 Leuten ehrenamtlich erfüllt. Jeder von uns hat quasi eine Zehn-Prozent-Stelle noch nebenbei“, erklärte Möllmann, denn natürlich haben die Freiwilligen Feuerwehrleute noch alle einen Beruf, mit denen sie ihren Lebensunterhalt verdienen müssen.

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