Moscheen rufen an drei Abenden per Lautsprecher zum Gebet auf

dzAusnahmegenehmigung

Die Kirchengemeinden dürfen zwar keine Gottesdienste feiern, aber abends die Glocken läuten. Jetzt ziehen die islamischen Moschee-Gemeinden mit dem Gebetsruf nach. Für kurze Zeit.

Bergkamen

, 07.04.2020, 17:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die christlichen Kirchengemeinden lassen in Zeiten der Corona-Krise und des Gottesdienst-Verbotes jeden Abend die Kirchenglocken läuten. Nun ziehen auch die Moschee-Gemeinden nach. Sie werden an den Abenden bis einschließlich Gründonnerstag zum Abendgebet rufen.

Das hat ihnen die Stadtverwaltung auf Antrag erlaubt, wie die städtische Ordnungsdezernentin Christine Busch am Dienstagnachmittag mitteilte. Während die Kirchenglocken um 19.30 Uhr läuten, erschallt der Gebetsruf von den drei Moscheen gegen 20.15 Uhr. Er dürfe ebenso wie das Kirchengeläut maximal fünf Minuten dauern, betonte Busch.

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Gebetsruf von der Moschee per Lautsprecher

Von den beiden Moscheen an der Ernst-Schering-Straße und am Wiehagen in Bergkamen-Mitte erklingt der Ruf per Lautsprecher. Auch die Moschee an der Hans-Böckler-Straße wird ein Gebetsruf erklingen lassen, er wird aber nicht durch einen Lautsprecher verstärkt.

Busch erläuterte, dass die Moschee-Gemeinden mit dem Gebetsruf in der Corona-Krise das gleiche Ziel verfolgten wie die Kirchen mit dem Läuten: „Damit rufen sie zum Innehalten und persönlichen Gebet auf.“ Busch betonte zudem, dass es sich bei dem Ruf zum Gebet um eine Ausnahme handele, die lediglich für drei Abende gelte.

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