Monkey Island vor nächster Schließung: „Wir überleben die Corona-Krise“

dzNeuer Lockdown

Erst im Juli hat das „Monkey Island“ nach der Corona-Zwangspause wieder geöffnet, nun ist erneut Schluss. Nächste Woche schließt der Indoor-Spielplatz. Der Betreiber ist trotzdem sicher, die Krise zu überstehen.

Bergkamen

, 29.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wirklich überrascht war Daniel Prisco von der Nachricht nicht, dass er in der kommenden Woche den Indoor-Spielplatz Monkey Island in der ehemaligen Tennishalle in Weddinghofen schließen muss. Die Entwicklung hatte sich bereits vor dem Treffen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten abgezeichnet.

Am Mittwochnachmittag allerdings hatte Prisco damit gerechnet, dass er den Betrieb zumindest noch bis zum Mittwoch der nächsten Woche aufrecht erhalten kann. Nun gilt der Lockdown, aber doch schon ab Montag. Die für das Wochenende geplanten Halloween-Aktionen wollte Prisco aber nicht absagen: „So lange wir öffnen dürfen, öffnen wir.“

Die erste Zwangspause dauerte bis zum 10. Juli

Begeistert sind Prisco und seine Familie über die erneute Corona-Zwangspause verständlicherweise nicht. Zumal sie bereits vom 13. März bis zum 10. Juli schließen mussten.

Stefanie Prisco und Martin Gadek leiten die Geschicke der Weddinghofer Halle.

Stefanie Prisco und Martin Gadek leiten die Geschicke der Weddinghofer Halle. © Stefan Milk

Danach durften sich Kinder und ihre Eltern im Monkey Island wieder vergnügen. Aber nur unter einem strengen Hygiene-Konzept. Außerdem durften längst nicht so viele Menschen in die Halle wie zu normalen Zeiten.

Allerdings war der Andrang auch nicht so groß wie vor der Pandemie. Normalerweise zählen die Herbstferien zur Hochsaison des Monkey Island.

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Diesmal allerdings blieb der Zuspruch eher mau: „Die Leute sind verunsichert“, meint Prisco. Das gilt vermutlich auch für die rund 30 fest angestellten Mitarbeiter, die die Priscos in ihren insgesamt vier Hallen beschäftigen. Sie mussten bereits im Frühjahr in Kurzarbeit.

Die vier Hallen gehören der Familie

Bereits nach der Wiedereröffnung im Sommer hatte Priscos Schwester Stefanie über massive Umsatzeinbußen geklagt. Die kommen wohl auch jetzt wieder auf das „Monkey Island“ zu. Auch wenn der Staat Ausgleichszahlungen verspricht.

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Doch Daniel Prisco blickt dem neuen Lockdown nicht nur pessimistisch entgegen: „Wir werden ihn wirtschaftlich überleben“, ist er sich sicher. Die Familie betreibt neben der Halle in Bergkamen noch Monkey Islands in Werl, Winterberg und Bochum. Weitere Eröffnungen sind geplant, oder waren es zumindest vor der Corona-Krise. Seine Familie hat den großen Vorteil, dass ihr alle Immobilien gehören, was die Fixkosten deutlich senkt.

Kindergeburtstage wird es im Monkey Island vorerst nicht mehr geben.

Kindergeburtstage wird es im Monkey Island vorerst nicht mehr geben. © Stefan Milk

Prisco kennt aber auch Kollegen, die durch den neuen Lockdown in existenzielle Nöte geraten: „Wer nur eine Halle hat und auch noch Miete bezahlen muss, für den wird es jetzt richtig schwer.“

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