Mit vielen Bildern: So stellen sich Jugendliche Bergkamen in Zukunft vor

dz„Bergkamen for all“

Wie stellen sich Jugendliche Bergkamen vor, wenn sie das bestimmen könnten? Um diese Frage ging es neben Umweltschutz, oder dem Kampf gegen Rassismus im Alltag bei der Veranstaltung „Bergkamen for all“.

von Coralie Nicolei

Bergkamen

, 16.02.2020, 13:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sommerliche rote Liegestühle und Sitzsäcke luden zum Chillen ein. Gelb-rote Logos „Bergkamen for all“ sprangen den Teilnehmern auf Pullovern, Plakaten und Liegestühlen ins Auge. Es ging um die Gestaltung der Zukunft.

„Wie geht`s der Jugend in unserer Stadt? Und wie sieht ihre Zukunft aus?“ Das konnten sich die Teilnehmer bei der Veranstaltung „Bergkamen for all - Jugend gestaltet Zukunft“ überlegen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Jugend-Veranstaltung "Bergkamen for all"

16.02.2020
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Jan Friese (M.) erklärt Leon (li. und Sophie (r.) den "mobilen Escape-Room". Auf der Veranstaltung "Bergkamen for all" konnten sic Jugendliche und Kinder auch informieren, welche Angebote es schon in Bergkamen gibt.© Marcel Drawe
Fabien nimmt an der "Schnibbel-Disko" Teil und schneidet Pilze.© Marcel Drawe
Beim Workshop zum "Alltags-Rassismus" ging es zum Beispiel darum, was jemand erlebt, der einen fremdländischen Namen hat und eine Wohnung oder einen Ausbildungsplatz sucht. Dazu gab es Rollenspiele.© Marcel Drawe
Beim Klima-Workshop stellten die Teilnehmer "Wachs-Papier" mit Bienenwachs her. Eine umweltfreundliche Alternative zu Alu- und Frischhaltefolie.© Marcel Drawe
Beim Mal-Workshop lernten de Teilnehmer, wie sie Graffitti malen können.i© Marcel Drawe
Bei der "Schnibbel-Disko" kamen alle Zutaten in asiatische Wok-Pfannen.© Marcel Drawe
Die Jugendlichen konnten im Treffpunkt-Foyer gleich mit Kommunalpolitikern diskutieren, ob und wie sich ihre Wünsche für Bergkamen umsetzen lassen.© Marcel Drawe

Erste Aktion des neuen Integrationsmanagements

Zusammen mit acht weiteren Institutionen veranstaltete das Jugendamt im VHS -Gebäude „Treffpunkt“ die erste Aktion des neuen Integrationsmanagement.

Eine Gruppe engagierter Jugendlicher bereitete die Veranstaltung schon seit einiger Zeit vor und machte jugendgerecht Werbung: Über Social Media aber auch klassisch per Flyer auf Schulhöfen, wie Christian Scharwey berichtete, der Sachgebietsleiter im Jugendamt ist.

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Die Jugendlichen sollten die Veranstatung selbst mitgestalten und fomulieren wie sie sich Bergkamen in Zukunft vorstellen und wünschen.

Es gab aber auch einige Aktionen: Gereon Kleinhubbert von der Jugendkunstschule zeigte den Jugendlichen, wie Graffitischrift aussehen kann und wie man mit Sprühdosen arbeitet.

Im Foyer des Treffpunkts konnten die Jugendlichen mit Politikern und Vertretern der Stadtverwaltung über ihre Wünsche diskutieren. Sie wünschen sich ein besseres Angebot für Jugendliche, aber auch, dass die Stadt noch mehr aufs Klima achtet.

Im Foyer des Treffpunkts konnten die Jugendlichen mit Politikern und Vertretern der Stadtverwaltung über ihre Wünsche diskutieren. Sie wünschen sich ein besseres Angebot für Jugendliche, aber auch, dass die Stadt noch mehr aufs Klima achtet. © Marcel Drawe

Politiker und Stadtverwaltung als Diskussionspartner

Mit Kommunalpolitiker und Stadtverwaltung als Partner für die Diskussion konnten die Jugendlichen an einer „Ideenwand“ im Foyer ihre Vorstellungen für die Zukunft entwicklen. Die schrieben Wünsche, Ideen und Kritik auf und diskutierten mit den Kommunalpolitikern und Vertretern der Stadtverwaltung welche Ideen sich umsetzen lassen.

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Außerdem gab es vier Workshops, an denen alle Jugendlichen teilnehmen konnten. Einer beschäftigte sich mit dem Thema Klima und Nachhaltigkeit. Die Teilnehmer stellten Bienenwachstücher her. Dabei merkten sie schnell, dass die Tücher eine nachhaltige Alternative für Alu- und Frischhaltefolie sind.

Foodsharing in der „Schnibbeldisco“

In der „Schnibbeldisko“ ging es um Food-Sharing. Aus Lebensmitteln, die noch gut sind aber weggeworfen werden sollten, bereiteten die Jugendlichen einen asiatischen Wok zu. Das Besondere: Beim Kochen und Schnibbeln gab es laute Musik und eine große Tanzfläche lud zum Tanzen ein.

So schnell fängt der Rassismus im Alltag an

Es gibt unzählige Begriffe, die nicht mehr verwendet werden, weil sie beleidigend für manche Bevölkerungsgruppen sind. Aber wo fängt Rassismus an und wo werden Grenzen gezogen? Im Workshop „Alltagsrassismus“, den zwei Schüler ins Leben gerufen haben, ging es um dieses Thema.

Die Teilnehmer des Workshops bekamen Rollen zugewiesen. Dabei wurden Einstellungen und Verhaltensweisen deutlich. Gleichzeitig hatten die Jugendlichen ein Positionierungsspiel gegen Vorurteile und Klischees vorbereitet. Dabei ist ihnen besonders wichtig: Es soll diskutiert werden!

Bei der „Schnibbel-Disko" kamen alle Zutaten in Wok-Pfannen. Wer wollte konnte außer kochen auch chillen, Musik hören und tanzen.

Bei der „Schnibbel-Disko" kamen alle Zutaten in Wok-Pfannen. Wer wollte konnte außer kochen auch chillen, Musik hören und tanzen. © Marcel Drawe

Jugendliche wollen ihre Nachrichten veröffentlichen

Was passiert eigentlich in der Welt und warum erfährt man von manchen Ereignissen direkt und von manchen erst nach gezielter Suche? Um diese Frage ging es beim Workshop „Jugend bloggt“. Die Jugendlichen machten sich Gedanken, wie Nachrichten verbreitet werden und wie sie selbst Menschen erreichen können.

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Dabei ging es um Fragen wie ein Blog gestaltet wird, wovon er handeln soll. Die Teilnehmer wurden von Alexander Völkel unterstützt, Nordstadtblogger aus Dortmund. Die Jugendlichen wollen ihre eigene kleine Redaktion aufbauen und selbst dafür sorgen, dass Informationen, die sie für wichtig ansehen, veröffentlicht werden.

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