Fitnessprogramm

Mit Video: Halber Berlin-Marathon zu den Gerätehäusern der Bergkamener Feuerwehr

Um den körperlichen Belastungen eines Feuerwehreinsatzes stand halten zu können, müssen Feuerwehrleute fit sein. In Corona-Zeiten haben sich fünf Feuerwehrleute etwas ungewöhnliches einfallen lassen.
Jörg Buhrau, Ralf Bartsch, Marco Hey, Andreas Schorn und Frank Bartsch (von links) stellten sich den Anforderungen des Halbmarathons zu den sechs Bergkamener Gerätehäusern unter besonderen Abstandsregeln in Corona-Zeiten. Doch nicht alle Läufer hatten sich für den virtuellen Berliner Halbmarathon auch registriert. © Stephanie Tatenhorst

Körperliche Fitness ist für Feuerwehrleute überlebenswichtig. In Corona-Zeiten ist es aber auch für die Bergkamener Feuerwehrleute schwierig, ihr normales Trainingsprogramm zu stemmen.

An sich wäre am Wochenende Berlin-Marathon gewesen, doch Corona-bedingt riefen die Veranstalter zum virtuellen Halbmarathon auf: Anmelden, Zeiten hochladen und eventuell Fotos – dann winkten Urkunde und Medaille.

Halbmarathon mit allen sechs Gerätehäusern als Station

Gerne nutzten fünf Athleten der Bergkamener Feuerwehr, Frank Bartsch, Andreas Schorn, Jörg Buhrau und Marco Hey sowie Pressesprecher Ralf Bartsch diese Gelegenheit und absolvierten einen besonderen virtuellen Halbmarathon in Bergkamen. Ihr Ziel: Alle sechs Feuerwehr-Gerätehauser der Stadt, verbunden über einen Rundkurs, der in Weddinghofen begann.

Den Kanal entlang ging es auf der zweiten Hälfte der Tour: An der Kanalbrücke Jahnstraße mussten alle Läufer kurz Luft holen, um den schwierigsten Teil der Strecke zu absolvieren. © Stephanie Tatenhorst © Stephanie Tatenhorst

Zwei joggten den Großteil der Strecke – in kompletter Montur

„Ich laufe aber nur mit, ich bin nicht registriert“, sagte Ralf Bartsch, während die anderen deutlich sichtbar ihre Startnummern trugen. Frank Bartsch und Andreas Schorn legen sogar noch einen drauf: Sie liefen die rund 22 Kilometer lange Strecke nicht nur in Feuerwehrmontur und mit Pressluftflaschen auf dem Rücken – sie joggten auch den größten Teil der Strecke von Weddinghofen über Mitte, Overberge und Rünthe bis nach Heil. Das Abstandsgebot, das für die fünf Feuerwehrleute auch während der Aktion galt, konnte gut eingehalten werden.

Mit wenigen Schritten die Treppe zur Kanalbrücke überwunden

Wieder unterwegs, setzten sich die beiden fitten Läufer auch bei gemäßigtem Tempo schnell von den anderen ab. Bereits an Silvester waren Andreas Schorn und Ralf Bartsch die Strecke gelaufen – doch dieses Mal ging es deutlich besser, urteilten die beiden.

Vor der Treppe an der Kanalbrücke Jahnstraße hielten aber alle kurz inne – bis auf Jörg Buhrau. Der auf Treppenläufe spezialisierte Feuerwehrmann, der regelmäßig im Rathaus oder Kesselhaus der Kraftwerks traininert, wich lediglich der Pfütze am Fuß kurz aus, bevor er mit wenigen Schritten die Treppe hochsprang.

Das Feuerwehrgerätehaus in Oberaden war das letzte Etappenziel auf dem 22 Kilometer langen Rundkurs, der dann zurück zum Ausgangspunkt nach Weddinghofen führte. © Stephanie Tatenhorst © Stephanie Tatenhorst

Nach gut fünf Stunden zurück am Ausgangspunkt

Nach gut fünf Stunden waren die 22 Kilometer absolviert und die Feuerwehrleute zurück in Weddinghofen. „Es ist nur zu empfehlen“, urteilte Ralf Bartsch. „Ich habe heute Ecken entdeckt, an die ich mit dem Auto oder Rad nie gekommen wäre.“ Sein Bruder Frank hat nun ein weiteres Ziel: „Das nächste Mal ist es der Marathon. Das sind dann zwei Runden. Vielleicht im Herbst.“

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