Mit Kokain an den Falschen geraten – Bewährung für Kleindealer

dzGericht

Ein Bergkamener geriet im vergangen Sommer an die falschen Freunde. Er nahm Kokain und verkaufte die Droge sogar zwei Mal. Dabei geriet er an den Falschen – zumindest aus seiner Sicht .

von Sylvia Mönnig

Bergkamen

, 18.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine rundum miese Phase brachte einen Bergkamener dazu, Kokain nicht nur selbst zu nehmen, sondern auch damit zu handeln. Dabei geriet er an den Falschen. Vor dem Amtsgericht Unna bekam er die Quittung.

An zwei Tagen im Sommer vergangenen Jahres machte der Mann aus Bergkamen seine Deals. Am 20. Mai 2019 verkaufte er seinem „Kunden“ 0,5 Gramm Kokain für 50 Euro und am nächsten Tag rund zehn Gramm für 700 Euro. Dabei ahnte er nicht, dass es sich bei dem vermeintlichen Käufer um eine so genannte VP, eine Vertrauensperson der Polizei, handelte. Die Falle schnappte zu.

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Im Prozess räumte der 31-Jährige beide Vorwürfe sofort ein. Damals habe er die falschen Freunde gehabt. Mit denen wolle er nun nichts mehr zu tun haben. Ja, er sei froh, da raus zu sein. Zu seinem Lieferanten wollte er sich jedoch nicht äußern. Aber: „Ich habe aus meinen Fehlern gelernt.“

Dem Geständnis und dem Umstand, dass er zum Zeitpunkt der Taten strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten war, stand die Gefährlichkeit der Droge Kokain gegenüber. Unter Einbeziehung einer Strafe wegen Drogenhandels und Besitzes, die er im Oktober erhielt, wurde er zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

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