Mit dem Laserschwert das Orchester dirigiert

dzThorsten Lange

Das Matinéekonzert der Musikschule begeistert mit klassischen und modernen Stücken. Die Stimmung ist ausgelassen, Ensemble-Leiter Thorsten Lange-Rettich dirigiert zeitweise sogar mit dem Laserschwert.

von Niklas Mallitzky

Bergkamen

, 08.12.2019, 16:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unter dem Applaus der rund 100 Zuschauer, die in der Ökologiestation am Sonntagvormittag vor der Bühne Platz genommen haben, nimmt Thorsten Lange Rettich seine Geschenke entgegen. Der Leiter des Blasorchesters Bergkamen, kurz BOB, muss über das Dankeschön für seine Arbeit schmunzeln. Denn darunter sind nicht nur weiße Handschuhe, sondern auch ein Laserschwert in Miniaturformat. „Bei einem unserer vergangenen Konzerte konnten wir unseren Leiter gar nicht sehen, die Bühnenbeleuchtung war ausgefallen“, erklärt einer der Musiker des BOB. „Die weißen Handschuhe funktionieren ja auch bei den Schattentheatern und das Laserschwert ist auch im Dunkeln zu erkennen.“

Ein Konzert mit BOB und Triple B

Zwei Ensembles teilen sich am Sonntag die Bühne, nämlich das BOB und Triple B, die Big Band Bergkamen. Ersteres gestaltet die erste Hälfte des Konzertes und ist damit auch für den Auftakt zuständig. Der fällt energetisch und heiter aus. „A Huntingdon Celebration“ von Philip Sparke unterstreicht sofort die volle Bandbreite des Ensembles und macht mit seinen schnellen Wechseln zwischen einzelnen Instrumentengruppen und dem gesamten Orchester Lust auf mehr. Später setzt Dirigent Lange seinen leuchtenden Laserschwert-Dirigentenstab ein.

Ursprünglich war das BOB nur als Projekt-Orchester geplant. Zum 50-jährigen Jubiläum der Musikschule feiert nun auch das BOB sein 10-jähriges Bestehen. „Die Musik kam bei den Zuhörern einfach extrem gut an“, verrät Anne Horstmann, Fachbereichsleitung für Blasinstrumente und Moderatorin des Matinéekonzerts. „Also haben wir das Orchester kurzerhand weiter betrieben.“ Die vielen Besucher scheinen ihr recht zu geben, kaum ein Platz bleibt am Sonntag unbesetzt. Auch ihren ersten gemeinsam einstudierten Song, die „Main Street Celebration“ von Steven Reinecke, gibt das BOB in der Ökostation noch einmal zum Besten.

Mit dem Laserschwert das Orchester dirigiert

Die Spielweise ist leichtfüßig, die Musiker sind hochkonzentriert. Die verschiedenen Stücke verlangen den Musikern ein Höchstmaß an Präzision und Timing ab. © Borys Sarad

Natürlich sind die Gäste nicht nur wegen des Blasorchesters gekommen. Den zweiten Teil des Konzertes gestaltet die Triple B unter der Leitung von Sandra Horn. Ein Laserschwert zum Dirigieren steht Horn zwar nicht zur Verfügung, trotzdem führt sie die Big Band souverän durch ein jazzig-swingendes Programm. Unter den Titeln ist auch der Duke-Ellington-Klassiker „It Don’t Mean a Thing if It Ain’t Got That Swing“, in dem das Wort Swing zum ersten Mal in dem Titel eines Liedes auftauchte.

Obwohl ausdrücklich kein Weihnachtskonzert, haben die Orchester trotzdem den ein oder anderen Weihnachtstitel vorbreitet, wie den „Sleigh Ride“ von Leroy Anderson. Der Applaus ist laut und ausdauernd, das gemeinsame Konzert beider Ensembles auch in diesem Jahr wieder ein großer Erfolg.

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