Mit dem Handy und virtuellen Experten auf Lauschtour durch Bergkamen

dzApp in Betrieb

Die Bergkamener Lauschtour-App lässt sich zwar schon seit einiger Zeit aufs Smartphone herunterladen. Jetzt stehen aber auch alle Schilder an den Lauschpunkten. Sie haben eine besondere Funktion.

Bergkamen

, 10.10.2019, 17:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Besucher und Bergkamener können jetzt auch ganz offiziell auf Lauschtour durch die Stadt gehen. Mittlerweile gibt es nicht nur die Lauschtour-App, die sich Interessierte fürs Smartphone herunterladen können. Jetzt hat der Baubetriebshof auch Informationstafeln an allen zehn Stationen der Tour durch die Stadt aufgestellt. Sie zeigen Interessierten, die auf Tour gehen, den richtigen Standort, um sich per Smartphone über die Stadt zu infomieren.

Info-Texte und Interviews

Informationen zur Stadt

App lässt sich kostenlos herunterladen

Die Lauschtour-App lässt sich kostenlos im App-Store oder bei Google Play herunterladen. Falls die GPS-Ortung freigegeben ist, schlägt die App immer die nächstgelegene Lauschtour als erstes vor. In Bergkamen ist das dann automatisch die Bergkamener Tour. Die Informationen für den jeweiligen Standort lassen sich aber auch über den QR-Code an den jeweiligen Schildern abrufen.

Die Firma „Lauschtour“ aus Mainz hat den Zuschlag für die Produktion bekommen und professionelle Arbeit abgeliefert. Sie hat Mitarbeiter mit Radioerfahrung, die an den einzelnen Punkten Informationen geben. Hinzu kommen kurze Interviews mit Bergkamener Experten. An der Ökologiestation, die sich als ein Startort für die Tour anbietet, gibt beispielsweise Ralf Sänger, der Leiter der Ökostation Erklärungen zu Gebäuden und zur Institution.

Auch sein Stellvertreter Michael Bub kommt zu Wort. Die nächste Station auf der Lauschtour liegt gleich um die Ecke, am Aussichtspunkt in die Lippeauen. Dort können sich die Lauscher erklären lassen, was es in dem Bereich alles zu sehen gibt.

Am Beversee kommt Naturschützer Karl-Heinz Kühnapfel zu Wort, auf dem Aussichtspunkt auf der Halde Gästeführer Klaus Holzer und am Römerpark in Oberaden Museumsleiter Mark Schrader, um einige weitere Mitwirkende zu nennen.

Mit dem Handy und virtuellen Experten auf Lauschtour durch Bergkamen

An diesem Schild sind Nutzer der Lauschtour-App richtig. Hier sehen sie das, was ihnen ihr Smartphone an Informationen liefert. Die Informationen lassen sich auch über den QR-Code auf dem Schild abrufen. © Michael Dörlemann

Alle zehn Punkte liegen an der Römer-Lippe-Route

Die zehn Punkte, die alle auf oder in der Nähe der Römer-Lippe-Route liegen, lassen sich zwar auch als zusammenhängende Tour zwischen Ökostation und Stadtmuseum, aber auch einzeln abfahren. „Man kann auch gezielt zu einem Punkt fahren und sich die Erläuterungen anhören oder für sich selbst eine Teil-Tour zusammenstellen“, erläuterte Simone Reichert vom Bergkamener Stadtmarketing. Sie ist verantwortlich für die Zusammenstellung und die Betreuung der Lauschtour.

Weitere Lauschpunkte können folgen

Reichert begreift die Tour keineswegs als abgeschlossen. Es können in den kommenden Jahre auch weitere Punkte dazukommen – zum Beispiel zum Bergbau, der bisher noch nicht so stark berücksichtigt ist. Sicher hätten auch die Gästeführer noch den einen oder anderen Tipp, sagte sie. Wer sich die Tour herunterlädt hat übrigens einen echten Mehrwert. Neben der Bergkamener Lauschtour bietet die App auch Führungen durch Städte oder Museen in anderen Gegenden. Wer sie dafür nutzen will, muss aber etwas weiter fahren. Bergkamen ist die erste Stadt mit Lauschtour im Ruhrgebiet. In Beckum ist sie zurzeit noch in Vorbereitung.

Mit dem Handy und virtuellen Experten auf Lauschtour durch Bergkamen

Solche Handy-Kopfhörer verteilt das Stadtmarketing kostenlos an die Nutzer der Lauschtour-App. © Boyrs Sarad

Kostenlose Kopfhörer

Das Stadtmarketing bietet übrigens eine ganze Reihe Extras, um die App bekannt zu machen und zu verbreiten. Es gibt gedruckte Flyer, die auf die Lauschtour aufmerksam machen. „Ein wenig paradox bei einem digitalen Angebot“, findet Reichert selbst. Es gibt Bierdeckel mit Lauschtour-Werbung, die bei städtischen Veranstaltungen zum Einsatz kommen sollen. Es gibt sogar Kopfhörer zum Anstöpseln ans Smartphone, die das Stadtmarketing kostenlos verteilt. Sie sind für diejenigen gedacht, die das Telefon nicht die ganze Zeit in der Hand halten und angestrengt lauschen wollen, um alle Erläuterungen zu verstehen.

Werbung gibt es auch auf den Tafeln an den zehn Standorten. Spätestens dort dürfte sich der eine oder andere Radtourist überlegen, ob die Lauschtour nicht doch nützlich für ihn sein könnte.

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