Irene Filthaus (li) und Ursula Walter, die an der Friedenstraße in Oberaden wohnen, beklagen Wasserschäden auf dem Dachboden, im Keller und teilweise auch in Wohnungen. Außerdem gibt es in dem Haus Ratten. © Stefan Milk
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Mieter klagen über Ratten auf dem Dachboden und Wasser im Keller

Die Mieter eines Hauses an der Friedenstraße in Oberaden fühlen sich dort gerade nicht sehr wohl: Auf dem Dachboden tummeln sich Ratten und feucht ist es auch. Der Vermieter sieht die Sache anders.

Irene Filthaus traut sich nur mit einem Besen bewaffnet auf den Dachboden des Mietshauses an der Friedensstraße in Oberaden: Dort gibt es Ratten. Filthaus hat die schädlichen Nager und ihre Spuren entdeckt, als sie die Räume unter dem Dach zum ersten Mal nach längerer Zeit wieder betreten hat. Er dient als Trockenraum, während des Sommers, wenn die Wäsche draußen hängt, geht dort normalerweise niemand hin.

Filthaus wohnt direkt unter dem Dachboden und sagt, sie höre die Tiere, wenn sie dort unterwegs seien. Sie habe auch den Vermieter, die Immobilienverwaltung Falk Fischer GmbH & Co. KG in Selm, informiert. Bei Sven Fischer von der Immobilienverwaltung ist diese Information allerdings nicht angekommen, sagt er auf Anfrage unserer Redaktion.

Das Thema Ratten auf dem Dachboden des Mehrfamilienhauses an der Friedensstraße ist ihm nicht ganz fremd. Schon im November 2019 hatte Fischer die Schädlingsbekämpfer von der Firma Abalin in Kamen beauftragt. Sie nahmen laut ihres Berichtes insgesamt 17 Kontrollen vor und erklärten den Dachboden am 30. September 2020 für rattenfrei.

Auf dem Dachboden sind die Wasserflecken deutlich zu erkennen. © Stefan Milk © Stefan Milk

Nach einem Jahr sind die Ratten offenbar zurückgekehrt. Er werde die Schädlingsbekämpfer erneut rufen, kündigt Fischer an. Womöglich braucht er auch einen Dachdecker.

Wer mit Irene Filthaus auf den Dachboden steigt, sieht, dass es dort es Wasserflecken gibt. Filthaus berichtet, dass die Feuchtigkeit in ihre Wohnung dringe und verweist auf Flecken an der Decke.

Dem allerdings widerspricht Fischer. Es habe eine Feuchtigkeitsprüfung gegeben, nach deren Ergebnis der Wohnbereich von Irene Filthaus und ihrem Mann als trocken gelte. Fischer kündigte an, dass der technische Leiter der Immobilienverwaltung am 20. September die Feuchtigkeitsmessung wiederholen werde. „Sofern Mängel vorhanden sein sollten, werden diese von uns umgehend und fachmännisch beseitigt“, so Fischer in einer E-Mail an die Redaktion.

Auch in den Kellern ist es feucht. © Stefan Milk © Stefan Milk

Das ist wohl auch im Keller notwendig. Denn dort ist es ebenfalls feucht, wie Filthaus und ihre Nachbarn Klaus-Peter und Ursula Walter berichten. Bereits im vergangenen Dezember habe sie das gemeldet, sagt Ursula Walter. Der Technische Leiter habe gesagt, die Keller seien immer feucht gewesen: „Wir wohnen seit 1964 hier, es war noch nie feucht im Keller“, sagt Walter.

Falls der Vermieter eine Aussage aus seiner Mail ernst meint, müssten die Keller bald wieder trocken sein. Fischer teilt mit, „dass wir stets bemüht sind, unseren Mietern ein angenehmes Wohnen zu ermöglichen“.

Über den Autor
Redaktion Bergkamen
1967 in Ostwestfalen geboren und dort aufgewachsen. Nach Abstechern nach Schwaben, in den Harz und nach Sachsen im Ruhrgebiet gelandet. Erst Redakteur in Kamen, jetzt in Bergkamen. Fühlt sich in beiden Städten wohl.
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Johannes Brüne

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