Metallbau Knepper trotzt der Krise mit Optimismus

dzMittelständische Wirtschaft

Metallbau Knepper liefert seine maßgefertigten Maschinen in die ganze Welt und ist von der globalen Krise besonders betroffen. Aber das Traditionsunternehmen lässt ich nicht unterkriegen.

Bergkamen

, 31.03.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Christoph Knepper bleibt Optimist. „Das Glas ist immer halbvoll“, sagt er. Dabei hätte der Inhaber von „Metallbau Knepper“ in Oberaden allen Grund, eher auf halbleere Gläser zu blicken. Das Familienunternehmen an der Königslandwehr, das Knepper in der vierten Generation führt, stellt Maschinen nach Maß her. Und zwar für Kunden in der ganzen Welt. In der tobt gerade die Corona-Pandemie mit massiven wirtschaftlichen Folgen.

Die Auftragslage wird „zähflüssiger“

Die bekommt auch und gerade ein ebenso hoch spezialisiertes wie global vernetztes Unternehmen wie Knepper zu spüren. Denn die Maschinen, für die die Metallbauer die Bestandteile konstruieren, zusammenbauen, liefern sowie bei Bedarf auch vor Ort aufbauen und warten, stellen für die Auftraggeber meist größere Investitionen dar. Die überlegt man sich in Krisenzeiten doppelt gut.

Derzeit Christoph Knepper (r.) in seinem Unternehmen in Bergkamen noch genug zu tun für  Thomas Katthöfer und die anderen Mitarbeiter.

Derzeit hat Christoph Knepper (r.) in seinem Unternehmen noch genug zu tun für Thomas Katthöfer und die anderen Mitarbeiter. © Stefan Milk

„Es wird zähflüssiger“, sagt Knepper mit Blick auf die aktuelle Auftragsakquise. Immerhin waren die Bücher vor Ausbruch der Krise so gut gefüllt, dass es derzeit noch genug zu tun gibt an der Königslandwehr. „Wir mussten noch nicht auf Kurzarbeit umstellen“, sagt Knepper.

Das gilt auch für das Schwesterunternehmen die Knepper Montagetechnik GmbH, die ihren Sitz in Lünen hat. Dort dürfte es den Mitarbeitern nicht allzu schwer fallen, sich nicht zu nahe zu kommen: Knepper hat auf dem ehemaligen Westfalia-Gelände eine 90 Meter lange und 20 Meter breite Montagehalle bauen lassen, in der die Maschinen zusammengebaut werden. Aber auch am Stammsitz an der Königslandwehr ist Platz genug, damit die dort 35 Beschäftigten den Corona-Sicherheitsabstand einhalten können.

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Arbeit in von einander getrennten Schichten

Neben erhöhte Hygiene-Richtlinien hat Knepper weitere Schutzmaßnahmen ergriffen: „Wir haben die Schichten auseinandergezogen, sodass sich die Mitarbeiter gar nicht begegnen.“ Bisher hat das gewirkt, bei Knepper Metallbau gibt es nach Angaben des Inhabers keine Verdachtsfälle und keine Infizierten: „Aber wir wissen natürlich nicht, was in den nächsten Tagen passiert.“

Aber er setzt darauf, dass sich seine Mitarbeiter auch in der Freizeit vernünftig ver- und Abstand halten. Knepper bleibt eben Optimist. Er will für die Zeiten gerüstet sein, in denen die Krise überstanden ist und die Auftraggeber in aller Welt wieder maßgefertigte Maschinen aus Bergkamen bestellen: „Irgendwann werden wir wieder Licht am Ende des Tunnels sehen.“

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