Mehrgenerationen-Wohnprojekt: UKBS führt erste Gespräche über anderen Standort

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Die UKBS geht schon sei einiger Zeit davon aus, dass sie ihr Mehrgenerationen-Wohnprojekt nicht auf der Grünfläche am Kiwitt errichten kann. Jetzt hat sie möglicherweise eine andere Fläche gefunden.

Bergkamen

, 08.04.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als die Unnaer Kreis- Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) ihr geplantes Mehrgenerationen-Wohnprojekt im November 2018 erstmals öffentlich vorstellte, war das ein frustrierendes Erlebnis. Die Anwohner lobten zwar das Konzept, konnten sich aber nicht mit dem Projekt vor ihrer Haustür anfreunden. Sie protestierten gegen die Nutzung der Grünfläche und kritisierten, dass ein Teil der geplanten Gebäude zu hoch für die Umgebung sei.

Ob die Grünfläche erhalten bleibt, ist noch nicht klar – klar ist dagegen, dass die UKBS ihr Mehrgenerationen-Wohnprojekt nicht am Kiwitt bauen wird. Die kommunale Siedlungsgesellschaft hat sich zusammen mit der Stadt Bergkamen umgesehen und ist möglicherweise auch fündig geworden. Das Unternehmen habe eine eventuell geeignete Fläche gefunden, bestätigte UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer auf Nachfrage. „Wir haben vielleicht eine Idee, wo wir das Projekt verwirklichen könnten“, sagte er.

Gespräche sind noch ganz am Anfang

Die UKBS befinde sich aber noch ganz am Anfang der Gespräche, sagte er. Die Fläche hat gegenüber dem Gelände am Kiwitt offenbar einen entscheidenden Nachteil: Sie ist nicht im Eigentum der Stadt. Die UKBS müsste sich mit einem Privaten erst über einen Kauf einigen. Fischer geht nicht davon aus, dass der Bau in absehbarer Zeit beginnen kann. „Im Moment liegt es erst einmal auf Eis“, sagte er.

Bei dem ins Auge gefassten Grundstück handelt es sich nach Angaben des UKBS-Geschäftsführers aber keinesfalls um den ehemaligen Marktplatz in Rünthe an der Kanalstraße. Die UKBS hat zwar Interesse an der Fläche, die zurzeit noch dem Wohnungsunternehmen „Vivawest“ gehört. Für das Mehrgenerationen-Wohnprojekt ist sie nach Angaben des UKBS-Geschäftsführers aber auf keinen Fall geeignet.

Die UKBS hat zwar Interesse am ehemaligen Rünther Marktplatz. Für das Projekt ist er aber nicht geeignet.

Die UKBS hat zwar Interesse am ehemaligen Rünther Marktplatz. Für das Projekt ist er aber nicht geeignet. © Stefan Milk

Ehemaliger Marktplatz in Rünthe ist nicht geeignet

Falls die UKBS die ehemalige Marktplatz-Fläche tatsächlich kauft, will sie dort wahrscheinlich barrierefreie Seniorenwohnungen bauen.

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Das Mehrgenerationen-Wohnen aber hat ein anderes Konzept. Es sieht vor, dass in mehreren Häusern, die um einen Gemeinschaftsplatz herum liegen, Wohnungen für Singles, für Familien und für Senioren entstehen. In zwei mehrstöckigen Häusern waren Wohnungen für Singles und für betreutes Wohnen vorgesehen. Die Pläne hatte das Dortmunder Planungsbüro Post, Welters und Partner für die UKBS gemacht. Die Fläche am Kiwitt ist etwa zwei Hektar groß. Um das Projekt zu verwirklichen, benötigt die Baugesellschaft eine ähnlich große Fläche.

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