Mehr Geld für die Müllabfuhr, weniger fürs Abwasser – Bergkamener werden leicht entlastet

dzSteuern und Gebühren

Wenn die durchschnittliche Bergkamener Familie den neuen Steuer- und Gebührenbescheid bekommt, kann sie sich spontan entschließen, Pizza zu bestellen. So hoch wird etwa die Entlastung 2020.

Bergkamen

, 19.12.2019, 14:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn die Bergkamener ihren Steuern- und Gebührenbescheid für 2020 aus dem Briefkasten holen, haben sie zumindest verhaltenen Grund zur Freude. Insgesamt müssen die Bergkamener etwas weniger Geld an die Stadt bezahlen als noch in diesem Jahr.

Das liegt vor allem daran, dass die Stadt die Grundsteuer B nicht erhöht hat, die einen großen Anteil der städtischen Steuern und Gebühren ausmacht – und daran, dass die Abwasserbeseitigung günstiger geworden ist. Zumindest betrifft das den Teil, der nach dem Frischwasserverbrauch berechnet wird. Bei dem Anteil, der sich nach den versiegelten Flächen berechnet wird, steigt der Preis dagegen leicht. Es lohnt sich also immer noch zu überlegen, ob Flächen unbedingt gepflastert werden müssen – oder, das Wasser vom Garagendach in den Garten statt in die Kanalisation zu leiten.

Mehr Geld für die Müllabfuhr, weniger fürs Abwasser – Bergkamener werden leicht entlastet

Die Müllabfuhr in Bergkamen wird etwas teurer als noch in diesem Jahr. Beim Hausmüll liegt die Preissteigerung bei 3,07 und beim Bioabfall bei 2,35 Prozent. © Stefan Milk

Berechnung für die „Familie Mustermann“

Damit die Bürger die Steuern und Gebühren besser vergleichen können, hat die Stadt die „Familie Mustermann“ ersonnen. Diese Bergkamener Familie besteht aus Eltern und zwei Kindern und hat ein Einfamilienhaus. Das Grundstück hat eine Länge von 15 Metern an der Straße. Sie verbraucht 180 Kubikmeter Frischwasser im Jahr und die versiegelte Fläche beträgt 120 Quadartmeter. Um ihren Müll zu beseitigen, hat die Familien eine 120-Liter-Tonne und zusätzlich auch noch eine 120-Liter-Biotonne, weil es offenbar keinen Kompost im Garten gibt.

Diese Musterfamilie musste in diesem Jahr noch insgesamt 1995,10 Euro an Steuern und Gebühren in vier Raten an die Stadt überweisen. Im kommenden Jahr sind es exakt 39,60 Euro – etwa so viel, wie die vierköpfige Familie für eine Bestellung beim Pizza-Schnelldienst ausgeben würde.

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Ersparnis nur bei der Abwasserbeseitigung

Diese kleine Ersparnis liegt einzig und allein daran, dass der Preis für die Abwasserbeseitigung sinkt, die nach dem Frischwasserverbrauch berechnet wird. Der Preis pro Kubikmeter sinkt von 4,56 auf 4,24 Euro oder um umgerechnet 7,02 Prozent. Der Gebührensatz für den Quadratmeter versiegelte Fläche steigt dagegen von 1,73 auf 1,80 Euro oder umgerechnet um 4,05 Prozent. Auch die Müllabfuhr wird teurer: die Restmülltonne um 3,07 und die Biotonne um 2,35 Prozent. Das macht zusammen 2,85 Prozent.

Die Kosten für die Straßenreinigung und die Grundsteuer B bleiben gleich. Bei der Grundsteuer ist Bürgermeister Roland Schäfer sicher, dass das auch 2021 so bleibt: Die Stadt hat kein Defizit mehr im Haushalt.

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