Mehr Bücher und neues Konzept – die Stadtbibliothek benötigt mehr Platz

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Die Stadtbibliothek soll über kurz oder lang aus ihren Räumen am Stadtmarkt ausziehen. Die Räume sind zu klein geworden, weil die Bibliothek ihre Medien anders präsentiert.

Bergkamen

, 17.12.2019, 13:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als die Stadtbibliothek in den 90er Jahren vom Treffpunkt ins eigens neu gebaute Begegnungszentrum am Stadtmarkt einzog, schien das eine Lösung für lange Zeit zu sein. Jetzt denkt Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich jedoch über einen Umzug nach. Falls das Bergkamener Rathaus neu gebaut wird, soll dort wahrscheinlich auch die Bibliothek ihren neuen Sitz bekommen. Er soll vor allem eines bringen: mehr Platz.

Bücher und andere Medien stehen nicht mehr nur im Regal

Mittlerweile ist es in Bibliotheken nicht mehr üblich, die Bücher nur ins Regal zu stellen und die Nutzer das heraussuchen zu lassen, was sie möchten. Die Bücherei will auch Anregungen geben – und das kann sie nur, wenn sie die Medien entsprechend präsentiert. In geringem Umfang gibt es das auch jetzt schon. Rechts neben der Ausleihtheke finden Büchereibenutzer schon seit einiger Zeit einen Tisch mit interessanten Buch-Neuerscheinungen. Solche Präsentationen zu bestimmten Themenbereichen soll es häufiger geben.

Das ist allerdings nicht der einzige Grund, warum die Stadtbibliothek mehr Platz benötigt. Ulrich denkt auch darüber nach, den Bestand zu vergrößern. Der ist in der Bergkamener Stadtbibliothek im Vergleich zu Bibliotheken in der Umgebung relativ klein.

Mehr Bücher und neues Konzept – die Stadtbibliothek benötigt mehr Platz

Die Stadtbibliothek befindet sich seit gut 20 Jahren im Begegnungszentrum am Stadtmarkt. Bei heißem Wetter macht auch die große Glasfassade Probleme. © Borys P. Sarad

Mehr Platz für einen größeren Bestand

Bisher kalkulierte die Bibliothek lediglich mit einem Euro pro Jahr und Einwohner für Neuanschaffungen. „Die Empfehlung liegt aber bei 1,50 Euro pro Einwohner“, sagt Ulrich. Für die zusätzlichen Medien benötigt die Bücherei auch mehr Platz.

Der fehlende Platz ist jedoch nicht das einzige Problem der Bergkamener Bibliothek. Seit sie sich auch ins erste Obergeschoss des Begegnungszentrums vergrößert hat, ist sie nicht mehr barrierefrei. Vorher wurden die Räume von der Jugendkunstschule genutzt.

Es gibt auch Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Die können diesen Teil der Stadtbibliothek nicht erreichen, weil es noch nicht einmal einen Aufzug ins Obergeschoss gibt. Außerdem muss die Bibliothek immer eine zusätzliche Aufsicht stellen, weil das Personal unten die Räume oben nicht im Blick hat. Außerdem hat sich die große Glasfassade als Problem herausgestellt: Bei Außentemperaturen von über 30 Grad wird es in der Bibliothek unerträglich heiß.

Ulrich will auf die neue Bibliotheksleiterin warten, bis die Stadtbibliothek endgültig eine neue Konzeption bekommt. Das wird wahrscheinlich Mai sein.

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