Mehr Arbeit, mehr Personal: Bayer investiert in neue Qualitätskontrolle

dzPharmaproduktion

Das Bayer-Werk Bergkamen investiert bei seiner Qualitätskontrolle nicht nur in Köpfe, sondern auch in Steine: Das neue Gebäude ist aber nicht nur für die Kontrolleure da.

Bergkamen

, 19.12.2019, 11:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bayer AG hat die Qualitätskontrolle in ihrem Bergkamener Werk in den vergangenen Jahren immer mehr ausgeweitet. Jetzt hat sie auch den notwendigen Platz dafür geschaffen: Das Unternehmen hat für knapp zwei Millionen Euro einen Anbau mit etwa 480 Quadratmetern Nutzfläche errichtet. In den Kosten ist auch die Ausstattung enthalten.

Ersatz für Pausen- und Sozialräume

Auf dieser Fläche befinden sich nicht nur Einrichtungen für die Qualitätskontrolle. Das gesamte Erdgeschoss ist mit Pausen- und Sozialräumen belegt. Damit kann das Unternehmen Container abschaffen, die schon seit 2007 auf dem Gelände standen. Damals hatte es die Arbeitsweise bei der Qualitätskontrolle umgestellt, mehr Platz benötigt und hatte dabei die Sozialräume in Anspruch genommen. Die Auslagerung in Container, die eigentlich nur als vorübergehendes Provisorium gedacht war, hatte wie so oft eine erheblich längere Dauer als geplant.

Flexibler Raum auf der mittleren Ebene

Auf der mittleren Ebene des Gebäudes befindet sich ein großer Besprechungsraum, der sich aber mithilfe von mobilen Trennwänden ohne große Probleme in mehrere kleine Räume unterteilen lässt.

Das Obergeschoss nimmt ein Großraumbüro ein, das mit 18 modernen Arbeitsplätzen ausgestattet ist – einschließlich höhenverstellbaren Schreibtischen und schallisoliertem Drucker. Dort werden die Ergebnisse der Qualitätstest in den Laboren ausgewertet.

Die Qualitätskontrolle hat im Werk viel Arbeit: Jährlich müssen etwa 23.000 Proben der im Bergkamener Werk produzierten Wirkstoffe analysiert und bewertet werden. Nach Angaben von Werksleiter Dr. Timo Flessner sind dafür etwa 194.000 individuelle Tests notwendig.

Angesichts dieser immensen Arbeit wurde der Platz immer knapper. Der jetzt in Betrieb genommene Anbau soll auch diesen Engpass beseitigen.

Kontrolle an den Produktionsprozess angepasst

Das Werk hat seine Qualitätskontrolle schon vor etwa zwölf Jahren umgestellt, um den Produktionsprozess zu beschleunigen. Damals passte das Werk die Qualitätsanalyse dem Produktionsprozess an, um den Produktionsbetrieben eine schnellere Rückmeldung zu geben. So lange die Qualität der Wirkstoffe nicht beprobt ist, sind sie gesperrt und dürfen noch nicht weiter verarbeitet werden.

Bei der Qualitätskontrolle wird geprüft ob die Wirkstoffe der vorgegebenen Spezifikation entsprechen. Mit anderen Worten: Es wird geprüft, ob sie auch tatsächlich so wirken wie sie sollen.

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