Die Stadt Bergkamen nutzt die großen Ferien für Bauarbeiten an den Schulen, die den Unterricht stören würden. Zwei Grundschulen müssen aber noch ein wenig warten, bis die Arbeiten an für sie wichtigen Projekten beginnen.

Bergkamen

, 02.08.2018, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es geht dabei um die offenen Ganztagsgrundschulen (OGS) an der Overberger Grundschule und an der Pfalzschule in Weddinghofen. Bei beiden Schulen herrscht schon seit einiger Zeit extreme Raumnot bei der Nachmittagsbetreuung, weil im Laufe der Zeit erheblich mehr Schüler angemeldet wurden, als bei der Einrichtung der OGS gedacht. Besonders an der Overberger Grundschule herrscht Enge – insbesondere beim Mittagessen, wenn jedes Kind einen Platz benötigt. Die Schule kooperiert deshalb schon seit einiger Zeit mit dem benachbarten städtischen Kindergarten, um überhaupt genug Platz für alle in der OGS betreuten Kinder zu haben. Auch an der Pfalzschule herrscht schon seit längerer Zeit Platzmangel.

Genehmigung für OGS

Der Overberger Grundschule kann Schuldezernentin Christine Busch zumindest Hoffnung machen, dass bald der geplante neue Trakt für die OGS angebaut wird. Die Baugenehmigung ist mittlerweile erteilt, nachdem die Stadt mit einem Anwohner einen Kompromiss gefunden hat, der zunächst gegen die Pläne geklagt hatte.

Zurzeit laufen die Vorbereitungen, um Firmen mit den Bauarbeiten und der Einrichtung der OGS zu beauftragen. Auf einen Fertigstellungstermin möchte sich die Dezernentin aber noch nicht festlegen. Das hat auch mit der momentanen Situation in der Baubranche zu tun. Die Unternehmen sind voll ausgelastet. Deshalb ist es nicht immer leicht, Unternehmen für eine termingerechte Fertigstellung zu finden und die unterschiedlichen Gewerke aufeinander abzustimmen.

Busch weiß allerdings jetzt schon, dass die Arbeiten nicht allein in die Ferien gelegt werden können. „Dafür sind die Ferien zu kurz und die Arbeiten zu umfangreich“, sagte sie. Der Anbau muss auch während des laufenden Schulbetriebs erfolgen, sagte die Dezernentin. Das sei sicherlich auch eine Herausforderung für die Schule.

Ähnlich sieht es auch bei der OGS der Pfalzschule aus. Die Weddinghofer Grundschule ist allerdings noch einen Schritt zurück. Der Architekt hat zwar den Bauantrag fertig, der wird zurzeit aber noch von der Bauordnung geprüft. Busch rechnet damit, dass die Baugenehmigung aber auch bald erteilt wird.

Maßnahmen für bessere Schulen in Bergkamen

Die Stadt lässt die ehemalige Kleinschwimmhalle der Willy-Brandt-Gesamtschule energetisch sanieren und umbauen. Milk © Stefan Milk

Neue Mehrzweckhalle

Eine weitere große Baustelle, die allerdings bei Ferienende abgeschlossen sein soll, ist der Umbau des ehemaligen Lehrschwimmbeckens an der Willy-Brandt-Gesamtschule. Das Gebäude, in dem sich das Becken einst befunden hat, wird energetisch saniert und zusätzlich umgebaut. Die Schule hatte die Halle zwar auch schon bisher vor allem für Sportangebote genutzt. Sie soll jetzt so umgebaut werden, dass vor allem die Nebenräume für die Betreuung von Schülern im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts genutzt werden können – zum Beispiel für Anti-Aggressionstraining mit Schülern und Ähnliches. Die Halle soll künftig als Mehrzweckhalle dienen. Allein für den Umbau hat die Stadt 450.000 Euro veranschlagt.

Die Stadt finanziert die Arbeiten an Schulen an Sporthallen aus zwei unterschiedlichen Töpfen. Die meisten Arbeiten werden von der Stadt mithilfe des Konjunkturpakets III finanziert. Die Mittel sind allerdings relativ strikt an die energetische Sanierung gebunden. Weitere Mittel stammen aus dem Programm „Gute Schule 2020“.

An insgesamt fünf Schulen und Sporthallen sind während der Sommerferien größere Bauarbeiten im Gange:

An der Turnhalle I des Städtischen Gymnasiums werden die komplette Heizungsanlage und die Warmwasseranlage erneuert sowie Fenster und Türen ausgetauscht. Die Halle soll zu Schuljahresbeginn fertig sein. Gesamtkosten: rund 250.000 Euro.

An der Overberger Grundschule lässt die Stadt die Beleuchtungsanlage und das EDV-System in vier Klassenräumen und im Verwaltungstrakt erneuern. Der Flur und die Klassenräume bekommen Akustikdecken. Der andere Trakt soll 2019 saniert werden. Kosten: rund 160.000 Euro.

An der Schillerschule tauschen Handwerker im nördlichen Trakt der Schule und und an der Turnhalle um Zuge der energetischen Sanierung die Fenster und die Außentüren aus. Gesamtkosten: rund 260.000 Euro.

An der Willy-Brandt-Gesamtschule sanieren Handwerker nicht nur die ehemalige Lehrschwimmhalle, sondern auch die Turnhalle der Abteilung 5 bis 7 energetisch. Dach, Fenster und die Heizung werden erneuert.

Dafür stehen 500.000 Euro zur Verfügung. Hinzu kommen die 450.000 Euro für den Umbau der Kleinschwimmhalle und ihrer Nebenräume.

In der Realschule Oberaden soll die Verwaltung künftig mehr Platz bekommen. Für die Lehrer sind bereits neue Toilettenanlagen errichtet worden.

Deshalb steht der Platz, den die ehemaligen Lehrertoiletten eingenommen haben, der Schule für andere Zwecke zur Verfügung. Die alte Toilettenanlage soll jetzt „zurückgebaut“, sprich: abgerissen werden.

Der frei werdende Platz wird genutzt, um die Verwaltungsräume zu vergrößern. Gesamtkosten: rund 55.000 Euro.

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