Marihuana-Pflanzen angeblich nur zum Spaß angebaut

Urteil gefallen

„Nur zum Spaß“ hegte und pflegte eine Bergkamenerin in ihrer Wohnung Marihuana-Pflanzen. Auch wurde bei ihr Cannabis und Amphetamin entdeckt, wobei ein kleinerer Teil ihrem Freund gehörte.

von Sylvia Mönnig

Bergkamen

, 27.05.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marihuana baute eine 30-jährige Bergkamenerin nach eigener Auskunft nur an, weil die Pflanzen so schön sind.

Marihuana baute eine 30-jährige Bergkamenerin nach eigener Auskunft nur an, weil die Pflanzen so schön sind. © picture alliance / dpa

Polizeibemte standen am 21. November 2019 vor der Tür einer Bergkamenerin, um die Wohnung der 30-Jährigen zu durchsuchen. Sie wurden schnell fündig: In einer Kiste und auf der Fensterbank stießen sie auf vier Marihuana-Pflanzen, die einen Ernteertrag von über zehn Gramm erbracht hätten. Zudem entdeckten sie einige Gramm Amphetamin und Marihuana sowie einen angerauchten Joint.

Ungewöhnliche Begründung

„Just for fun habe ich das einfach mal probiert“, erklärte die Bergkamenerin nun im Prozess vor dem Amtsgericht Kamen. Die Pflanzen, die gar nicht zum Abernten gedacht gewesen seien, seien ja auch „ganz schön“ gewesen. Und die gefundenen Drogen, die zum Teil ihrem mitangeklagten Freund (28) gehörten, seien nur für den eigenen Bedarf und nicht für den Verkauf bestimmt gewesen. Eine Einlassung, die ihr eher wortkarger Partner so bestätigte.

Geldstrafen für beide Angeklagte

Sicherlich, so betonte der Richter letztlich, hätten die Angeklagten kein Kapitaldelikt begangen. Dennoch sei es eine Straftat. Und: „Das ist in erster Linie etwas, womit Sie sich selbst keinen Gefallen getan haben.“ Für die 30-Jährige endete der Fall mit 1500 Euro und für ihren bereits einschlägig vorbestraften Freund mit 2000 Euro Geldstrafe.

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