Marco Füllenbach kämpft gegen mysteriöse Krankheit: So geht es ihm heute

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Seit über drei Jahren leidet Marco Füllenbach aus Rünthe. Er ist krank und bisher konnte im kein Arzt helfen. Nun hat er neue Tabletten bekommen. Er erzählt, wie er damit klarkommt.

Rünthe

, 01.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während viele schon langsam ihren Sommerurlaub planen, blickt Marco Füllenbach ins Ungewisse. Der Rünther ist seit über drei Jahren nicht verreist. Davor ist er leidenschaftlich gerne an die Strände der Welt gefahren und war sportlich aktiv.

Grund für seinen plötzlichen Lebenswandel ist ein Leiden, mit dem Füllenbach seit dem Sommer 2016 zu kämpfen hat. Er sollte Cortisontabletten einnehmen, die ihm nicht halfen, sondern seinen Zustand verschlechterten. Überall bildeten sich Blasen, seine Haut platze stellenweise auf. Es war der Anfang einer Leidensgeschichte.

Marco Füllenbachs Blutwerte haben sich immer noch nicht verbessert

Füllenbach hat seit seiner Geburt zu wenige Thrombozyten, das sind wichtige Blutplättchen. Seit jeher musste er dafür Tabletten nehmen und kam gut klar. Doch seit er 2016 die Cortisontabletten eingenommen hatte, ist der Wert in den Keller gesunken. Und da ist er auch jetzt noch. „Der letzte Stand im Krankenhaus war, dass meine Blutwerte sich immer noch nicht verbessert haben“, berichtet Füllenbach.

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Die Ärztin habe ihn gefragt, was sie nun machen sollen. Doch Füllenbach hat schon zu viel ausprobiert und hat keine Lust auf neue Experimente. Bisher hat sich nur eine Verbesserung eingestellt, als er längere Zeit ohne Cortison war. Er habe der Ärztin deshalb gesagt, dass er abwarten möchte. „Mit der Hoffnung, dass mein Körper sich alleine regeneriert“, so Füllenbach. Als es damals besser wurde, bekam er eine Infusion, in der Cortison enthalten war und es wurde wieder schlimmer.

Neue Tabletten bringen bisher keine Verbesserung

Seit sechs Wochen bekommt Füllenbach neue Tabletten, die er vorher noch nie ausprobiert hat. Sie helfen bisher nicht, haben aber zumindest keine Nebenwirkungen.

Eigentlich sollte Füllenbach die Tabletten schon länger nehmen. Doch es dauerte Wochen bis das Medikament aus Polen geliefert werden konnte, weil die Verkaufszahlen in Deutschland zu niedrig waren, erklärt Füllenbach.

Und es „wurde zum Schluss auch nicht von der Krankenkasse übernommen“, ärgert er sich. Der Familienvater wird die Vermutung nicht los, dass man an mancher Stelle nur Geld mit seinen Medikamenten und Untersuchungen scheffeln will.

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Füllenbach war in neun verschiedenen Krankenhäusern, die Untersuchungen wiederholten sich zum Teil. Zwischenzeitlich hieß es auch, dass er eine Knochenmarkspende braucht. Daraufhin ließen sich 599 Bergkamener bei einer großen Typisierungsaktion als Spender registrieren.

Wenig später dann der Schock: Er brauche doch keinen Spender. Füllenbach ist durch Erfahrungen wie diese skeptisch geworden. Zur Zeit betreuten ihn zwei Kliniken und das reiche ihm. Eine neue will er nicht mehr ausprobieren.

Füllenbachs Haut sieht „alltagstauglich“ aus

Doch es gibt auch positive Neuigkeiten. Trotz negativer Blutwerte, sieht Füllenbach optisch deutlich besser aus und hat keine blutigen Stellen im Gesicht. „Alltagstauglich“, wie er es selbst beschreibt. Die Verbesserung ist klein, aber es ist eine. Vielleicht geht es nun bergauf.

Die äußerlichen Verbesserungen ersparen Füllenbach außerdem die Blicke anderer Menschen – zum Beispiel beim Einkaufen. Manche hätten ihn so angestarrt, dass sie mit dem Wagen gegen die Regale gefahren sind, erzählte Füllenbach vor einigen Wochen. Vielleicht kann er jetzt, wo es etwas besser ist, darüber lächeln.

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