Manegentraum mit Teilnehmerrekord

dzMitmach-Zirkus beim VeBu

Der Mitmachzirkus „Manegentraum“, ein seit sechs Jahren erfolgreiches Ferienangebot des VeBU für Kinder mit und ohne Handicap, erreicht in diesem Jahr mit 95 Kindern einen neuen Teilnehmerrekord.

Rünthe

, 23.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Maßgeblich daran beteiligt ist die Artistenfamilie Bichlmaier, mit der der Verein zur Betreuung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung und deren Familien seit Jahren zusammenarbeitet. „Wir haben gemeinsam die Spitze geknackt und freuen uns, dass wir auf diese Weise wieder Kinder mit und ohne Handicap zusammenbringen können“, sagt Leiterin Julia Genz. Wenn die Kinder gemeinsam auf der Bühne stünden, sei es ein stimmiges Bild: „Dann sind alle einfach nur Artisten, ganz gleich ob mit oder ohne Behinderung,“ sagt Genz.

Manegentraum mit Teilnehmerrekord

Die Artisten zeigten Kunststücke mit Fackeln und Messern. © Stefan Milk

Der Reiz des Feuers


Mit dem Projekt möchte der Verein Kindern im Alter von sechs bis 15 Jahren vor allem schöne Ferientage bieten. Es sei nicht selten, dass dabi innige Freundschaften entstünden. Viele Kinder kommen jedes Jahr, bringen mittlerweile die jüngeren Geschwister mit. Oder sie freuen sich, dass sie endlich ein Jahr älter geworden sind und bei einer Sache mitmachen dürfen, die sie sich im Vorjahr sehnlich gewünscht haben. So wie der achtjährige Clemens. Er gehört zu den Feuerschluckern und freut sich ganz offensichtlich sehr, dass er nun dabei sein kann. „Ich war schon im letzten Jahr hier und habe bei der Bodenakrobatik mitgemacht, aber lieber wäre mir das Feuer gewesen, doch das darf man erst ab acht“, sagt er. Und kündigt nun als stolzer Achtjähriger an, was seine Truppe in der Manege dem Publikum zeigen wird: Kunststücke mit Feuerkeulen und Feuerketten, Feuer, das vermeintlich über den Arm läuft und natürlich Feuerschlucker.

Manegentraum mit Teilnehmerrekord

Erst schauen, dann selber machen: Bevor die Ferienkinder mit den Proben begannen, gaben die Artisten des Zirkus Bichlmaier eine Vorstellung. © Stefan Milk

Sie werfen Messer

Ähnlich spektakuläre Kunststücke, wenn auch auf ganz andere Art, proben Jana, Celina und Melanie. Sie balancieren über eine dünnes Drahtseil. „Mit Ballerinaschläppchen klappt das ganz gut, in FlipFlops geht das gar nicht“, sagt Jana. Vorsichtig setzen die Mädchen auf dem Seil einen Fuß vor den anderen, versuchen, das Gleichgewicht zu halten und auch noch ein strahlendes Gesicht zu zeigen. Auch wenn sie ab und an mal absteigen müssen, klappt der Seiltanz – mit einer kleinen Hilfestellung – nach mehreren Proben schon ganz gut. Ganz ohne Hilfe, das wissen sie jetzt, geht es so schnell nicht: „Dafür müssten wir mindestens ein halbes Jahr trainieren“, bedauert Jana.

Clownerie, Jonglage, Bodenakrobatik, Hula-Hoop und eine Westernshow mit Messerwerfen erwartet das Publikum zur Abschlussvorstellung am Samstag.

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