Schwerer Unfall auf der Lünener Straße: Kleinwagen fährt frontal in SUV

dzVerkehr

Auf der Lünener Straße hat am Freitag die Fahrerin eines Kleinwagens die Kontrolle über ihr Auto verloren. Das hatte dramatische Folgen, denn sie kollidierte mit einem deutlich größeren Wagen

Bergkamen

, 05.06.2020, 10:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schwerer Verkehrsunfall auf der Lünener Straße in Oberaden. Nach Polizeiangaben, die auf der Aussage eines nachfolgenden Autofahrers beruhen, war eine 67-jährige Bergkamerin vom neuen Kreisverkehr kommend in Richtung Oberaden gefahren und dabei immer wieder nach links abgedriftet. Kurz hinter der Tankstelle geriet sie dann durch einen großen Schlenker komplett in den Gegenverkehr. Dort kollidierte ihr Dacia-Kleinwagen frontal mit dem entgegenkommenden SUV eines 65-jährigen Bergkameners.

Die Dacia-Fahrerin wurde durch den Kofferraum ihres Fahrzeugs aus dem Wrack geholt.

Die Dacia-Fahrerin wurde durch den Kofferraum ihres Fahrzeugs aus dem Wrack geholt. © Stephanie Tatenhorst

Niemand stand an der Bushaltestelle

Durch den Aufprall wurde der Kia rückwärts in eine Hecke geschleudert, unmittelbar neben der Bushaltestelle. Glücklicherweise stand dort zum Unfallzeitpunkt aber niemand. Der Dacia kam am Feldrand zum Stehen. Zu den Ersthelfern an der Einsatzstelle gehörte auch die Crew eines privaten Krankentransportdienstes. „Außer Handschuhe zu verteilen, konnten wir aber wenig tun“, bedauerten die Mitarbeiter, für solche Einsätze nicht genügend ausgebildet zu sein. Doch sie stellten ihr Fahrzeug komplett quer und verhinderten so, dass weitere Fahrzeuge in die Unfallstelle hineinfuhren.

Die sofort alarmierten Rettungskräfte hätten von vornherein gewusst, dass es sich um zwei Pkw und zwei verletzte Personen handeln würde, erklärte Feuerwehrchef Dirk Kemke. Weil es hieß, dass Personen eingeklemmt seien, rückte die Feuerwehr mit den auf solche Rettungen spezialisierten Kräften aus Oberaden, Mitte und Rünthe an. Doch der KIA-Fahrer war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits aus dem Fahrzeug heraus und wurde vom Rettungsdienst versorgt.

Unfallverursacherin musste aus Fahrzeug befreit werden

Die Unfallverursacherin musste jedoch mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Zwar war sie nicht in ihrem Fahrzeug eingeklemmt, sondern nur eingeschlossen, doch der Notarzt bat um eine patientenschonende, achsiale Rettung. Um die Fahrerin durch den Kofferraum ihres Fahrzeugs aus dem Wrack holen zu können, musste die Rückbank herausgetrennt werden.

Beide Unfallfahrzeuge mussten nach dem Unfall in Bergkamen abgeschleppt werden.

Beide Unfallfahrzeuge mussten abgeschleppt werden. © Stephanie Tatenhorst

Danach übernahmen Notarzt und Rettungsdienst die Patientin, die ebenfalls wie der KIA-Fahrer ins Krankenhaus gebracht wurde. Die kinetischen Kräfte, die beim Aufprall auf die Fahrzeuge wirkte, war immens gewesen. „Das wirkt sich natürlich auch auf den menschlichen Körper aus“, erklärte Kemke, weshalb die Einsatzkräfte von schweren Verletzungen bei den Unfallopfern ausgingen.

Nach dem Unfall und während der Rettungs- und Unfallaufnahmemaßnahmen staute sich der Verkehr auf der Lünener Straße in Bergkamen.

Nach dem Unfall und während der Rettungs- und Unfallaufnahmemaßnahmen staute sich der Verkehr auf der Lünener Straße. © Tatenhorst

Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen und die Unfallaufnahme war die Lünener Straße für etwa eine Stunde voll gesperrt.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Grünanlagen
Radikaler Rückschnitt auf städtischer Grünfläche – die Anwohner sind empört
Hellweger Anzeiger Kinderbetreuung
Nach der Corona-Zwangspause: Bei den „Sternenwichteln“ soll bald Kinderlachen erklingen