Die Lippe-Brücke wird schon im Januar zum ersten Mal voll gesperrt

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Der Abriss der Lippe-Brücke beginnt im Januar. Die Autofahrer müssen sich viel früher als angekündigt auf eine Vollsperrung einstellen. Nach einem Wochenende soll wieder freie Fahrt herrschen.

Rünthe

, 20.12.2019, 15:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im neuen Jahr beginnt der Abriss der Lippe-Brücke zwischen Rünthe und Werne. Und anders als bisher vom Landesbetrieb Straßen NRW angekündigt, starten die Bauarbeiten mit einer Vollsperrung: Vom Freitag, 10. Januar, um 18 Uhr, bis Montag, 13. Januar, um 6 Uhr ist die Verbindung zwischen den beiden Nachbarstädten dicht.

Ursprünglich war von einer halbseitigen Sperrung der Brücke im Januar die Rede. Den Verkehr wollte Straßen NRW mittels einer Baustellen-Ampel regeln. Diese Behinderung bleibt den Autofahrern nach dem Sperrwochenende wohl erspart. Zumindest, wenn die Informationen der Medienbeauftragten von Straßen NRW, Nadia Leihs, stimmen: „Nach meiner Kenntnis wird die Fahrbahn nach der Vollsperrung wieder vollständig freigegeben.“


Die Umleitung führt über Herringen und Stockum

Während der Sperrphase müssen die Autofahrer einen ziemlichen Umweg nehmen, um die Lippe zu überqueren. Die Umleitung führt auf der Bergkamener Seite über den Ostenhellweg und die Dortmunder Straße nach Herringen und dort über die Lippe, auf der Werner Seite über die Hammer, die Werner und die Stockumer Straße. Die Busse zwischen Bergkamen und Werne müssen diese Umleitung nicht nehmen. Allerdings müssen die Fahrgäste vor der gesperrten Brücke aussteigen und sie zu Fuß überqueren. Die Busse halten in Bergkamen am Ostenhellweg, in Werne direkt an der Brücke.

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Straßen.NRW reißt den gesperrten Radweg ab

Die Vollsperrung ist nach Angaben von Leihs nötig, weil Straßen.NRW den ehemaligen Rad- und Fußweg auf der östlichen Seite der Brücke abreißen lässt, der schon seit längerem aus Sicherheitsgründen gesperrt ist. Auf diese Weise schaffen die Abrissbagger Platz für den Brückenneubau, der direkt an Ort und Stelle entsteht. Wenn die neue Brücke fertig ist, dient sie als zunächst Behelfsbrücke, damit die alte Lippe-Querung abgerissen werden kann. Bis dahin bleiben die Fahrbahn und der Radweg auf der westlichen Brückenseite erhalten, versichert Leihs.

Wenn die Behelfsbrücke eingepasst wird und wenn sie später an ihren endgültigen Platz geschoben wird, stehen den Autofahrern drei weitere Wochenenden mit einer Vollsperrung ins Haus. Sie sind für die Sommer 2020 und 2021 geplant.

Die aktuelle Sperrung betrifft nicht nur diejenigen, die über die Brücke wollen. Leihs betont ausdrücklich, dass in dem genannten Zeitraum auch die Durchfahrt unter der Brücke für Wasserfahrzeuge wie zum Beispiel Kanus verboten ist.

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