Langes Verfahren, um Lkw von der Schulstraße zu verbannen

dzL 821n

Straßen.NRW will das Verfahren, um Lkw aus Weddinghofen und Oberaden zu verbannen, sofort einleiten. Bis es so weit ist, wird aber noch einige Zeit vergehen. Der Vorgang ist kompliziert.

Bergkamen

, 27.08.2019, 15:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Straßen.NRW will parallel zum Bau der L 821n die Rückstufung der beiden Ortsdurchfahrten in Oberaden und Weddinghofen zu Kreis- und Gemeindestraßen betreiben. Vor allem die Straßengegner hatten das Verfahren so verstanden, dass es unabhängig vom Bau der neuen Straße eingeleitet wird. Das sei aber keineswegs so, sagt Kathrin Heffe, die Leiterin der Bochumer Niederlassung von Straßen.NRW. „Die Abstufung ist nur durch den Neubau der L 821n möglich“, machte sie deutlich.

Das Verfahren zur Abstufung will der Landesbetrieb aber tatsächlich unabhängig vom Baufortschritt der Straße durchführen. Heffe geht aber davon aus, dass die tatsächliche Rückstufung der Straßenzüge und die Fertigstellung der L 82n etwa gleichzeitig erfolgen.

Kompliziertes Verfahren zur Abstufung

Das Abstufungsverfahren ist relativ kompliziert. Straßen.NRW hat zwar schon einen Vorschlag an die Stadt geschickt. Das ist allerdings erst die Einleitung eines Verfahrens, um ein neues Netzkonzept aufzustellen.

Neben der Stadt Bergkamen müssen dazu auch der Kreis Unna und wahrscheinlich auch die Nachbarstadt Kamen gehört werden. „Wir gehen davon aus, dass es zu leichten Verkehrsverlagerungen kommen kann“, sagt Heffe.

Sie rechnet aber fest damit, dass am Ende die gewünschte Abstufung der beiden Ortsdurchfahrten steht. „Davon gibt es im Verkehrsministerium jetzt eine klare Vorstellung“, machte Heffe deutlich.

Wenn am Ende des Verfahrens die sogenannte „Umstufungsvereinbarung“ geschlossen ist, sind auf den dann ehemaligen Landstraßen sogenannte verkehrslenkende Maßnahmen möglich. Dazu gehört zum Beispiel ein Lkw-Durchfahrtverbot, das insbesondere Anwohner der Schulstraße schon lange fordern, oder Tempo 30.

Straßenbefürworter und -gegner verurteilen Übergriff

Straßenbefürworter und Straßengegner haben im Zusammenhang mit dem Bau der L 821n einhellig einen Übergriff gegen einen Mitarbeiter von Straßen.NRW verurteilt. Heffe hatte berichtet, dass er bei einem Sonntagsspaziergang mit seiner Frau erkannt und „an die Wand gedrückt“ worden sei.

Die Initiative für die Straße habe sich in den vergangenen Wochen bewusst mit Äußerungen zurückgehalten, um die Stimmung nicht weiter hochzuschaukeln, sagte CDU-Ratsherr Gerd Miller, der auch Mitglied der BI für die Straße ist. Auch Rolf Humbach, Grünen-Stadtverbandsvorsitzender und Mitglied der BI, gegen die Straße machte deutlich, dass er keinerlei Gewalt will.

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