L 821n: Rodungsarbeiten auf dem nördlichen Abschnitt sind schon in Auftrag gegeben

dzStraßenbau

Straßen NRW hat den Auftrag für die weiteren Rodungsarbeiten auf der Trasse der geplanten L 821n schon erteilt. Wann die Fällarbeiten starten, sagt die Landesbehörde aber noch nicht.

Bergkamen

, 11.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Projektleiter Frank Hausendorf macht zwar keine genauen Angaben dazu, wann der nördliche Teil der Trasse der L 821n gerodet wird. Klar ist aber: Viel Zeit hat die Landesbehörde nicht mehr. Bis zum 29. Februar müssen die Arbeiten beendet sein. Ab dem 1. März sind sie nach dem Bundesnaturschutzgesetz nicht mehr erlaubt.

Wie Hausendorf mitteilt, ist der Auftrag für die Rodung erteilt. Einen genauen Termin für den Beginn der Arbeiten habe er aber nicht abgesprochen. „Sie werden irgendwann in den kommenden drei Wochen stattfinden“, sagte er.

L 821n: Rodungsarbeiten auf dem nördlichen Abschnitt sind schon in Auftrag gegeben

Die Straßengegner haben bisher vor allem am Ende des südlichen Bauabschitts gegen den Bau der L 821n in Bergkamen protestiert. Dort soll es frühestens im Herbst Rodungsarbeiten geben. © Stefan Milk

Fachbüro hat Trasse auf schützenswerte Arten untersucht

Auch beim ersten Bauabschnitt am südlichen Ende der L 821n zwischen Lünener Straße und dem Weg am Hauptfriedhof war lange nicht öffentlich klar, wann die Arbeiter anrücken. Sie kamen schließlich am 27. Februar, dem vorletzten noch möglichen Tag für die Rodung. Damals hatte es eine spontane Demonstration von einigen Straßengegnern gegeben, die von der Polizei aufgelöst wurde.

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Hausendorf versichert, dass ein Fachbüro die Trasse auf schützenswerte Tiere und Pflanzen untersucht hat – allerdings ohne Ergebnis. Für die Trasse müssen unter anderem drei große Bäume fallen, die auf einer Wiese in der Nähe der Erich-Ollenhauer-Straße stehen. „Über die Bäume gibt es eine genaue Dokumentation einschließlich einer Fotoerfassung“, sagte Hausendorf. Das Ergebnis: Dort gibt es keine Nistplätze oder Fledermaus-Höhlen die geschützt werden müssen.

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Straßengegner befürchten aber trotzdem eine Beeinträchtigung von Natur und Landschaft durch den Straßenbau hin. Sie wiesen unter anderem auf die Nähe zum „Schwanenweiher“ hin, auf dem Wasservögel leben, die auch in der Umgebung nisten.

Bau der L 821n von zwei Seiten

Der Landesbetrieb hatte erst vor wenigen Wochen bekannt gegeben, dass er den Straßenbau nicht vom südlichen Abschnitt vorantreibt, der bereits im Bau ist, sondern eine zweite Baustelle im Norden einrichtet. Die Straße soll dort in einem Kreisverkehr an der Erich-Ollenhauer-Straße beginnen. Er soll etwa in Höhe der Einmündung der Straße „An der Dorndelle“ entstehen.

Von dort soll die Straße über die Wiese nördlich des Gewerbegebiets „In der Schlanke“ führen. Etwa in Höhe der Bäckerei Braune ist eine Brücke über den Heidegraben geplant. Hinter der Brücke soll die Straße am Heidegraben entlang in Richtung Lünener Straße führen.

Die Arbeiten am nördlichen Abschnitt sollen noch im Frühjahr beginnen, kündigt Hausendorf an.

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