L 821n: Bau des zweiten Abschnitts verzögert sich um Monate

dzStraßenbau in Bergkamen

Alle, die sich von der L 821n Entlastung vom Verkehr vor der eigenen Haustür erwarten, müssen länger warten als geplant. Der Zeitplan von Straßen NRW für den Bau der neuen Straße passt nicht mehr.

Bergkamen

, 14.07.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich sollten die Arbeiten am zweiten Abschnitt der L 821n in diesen Tagen schon beginnen. Der ehrgeizige Zeitplan von Straßen NRW sah vor, dass die Arbeiten am zweiten, nördlichen Abschnitt beginnen, bevor der erste fertig ist.

Doch daraus wird nichts. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Ausschreibung der Arbeiten erheblich verzögert, wie der kommissarische Projektleiter Sebastian Felgenhauer jetzt auf Anfrage mitteilte.

Die Corona-Pandemie hat die Ausschreibung verzögert

Eigentlich wollte der Landesbetrieb die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt schon im zweiten Quartal 2020 ausschreiben. Baubeginn sollte noch im Sommer sein. Bisher ist die Ausschreibung jedoch noch gar nicht veröffentlicht – und vor Mitte September wird daraus auch nichts, wie Felgenhauer sagt.

In etwa zwei Monaten sei der früheste Termin, an dem sie veröffentlicht werden kann. Vor dem Spätherbst oder Winter ist demnach nicht mit dem Beginn der Arbeiten zu rechnen.

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Sie sollen mit dem Bau eines Kreisverkehrs an der Erich-Ollenhauer-Straße an der Schlenke beginnen, wo die L 821n einmünden soll. Auch der Bau des südlichen Abschnitts, der so gut wie fertig ist, hatte mit dem Bau des Kreisels an der Lünener Straße begonnen.

Zunächst soll in Höhe der Einmündung der Straße „In der Schlenke“ ein Kreisverkehr an der Erich-Ollenhauer-Straße gebaut werden. Dort soll die L 821n ihren nördlichen Endpunkt haben.

Zunächst soll in Höhe der Einmündung der Straße „In der Schlenke“ ein Kreisverkehr an der Erich-Ollenhauer-Straße gebaut werden. Dort soll die L 821n ihren nördlichen Endpunkt haben. © Stefan Milk

Bau beginnt mit Kreisel an der Erich-Ollenhauer-Straße

Vom Kreisel aus soll zunächst eine Baustraße gebaut werden, um das Material für den Straßenbau anzuliefern. Dazu soll der Heidegraben für rund 18 Monate auf 21 Meter Länge verrohrt werden – eine Maßnahme, die bei Umweltschützern und Naturschutzverbänden umstritten ist. Für die neue Straße soll eine Brücke über den Heidegraben gebaut werden.

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Der zweite Bauabschnitt soll bis zum Pantenweg reichen. Felgenhauer geht von einer Bauzeit von etwa einem Jahr aus. Der Abschnitt wäre dann wahrscheinlich Ende 2021 fertig.

Der erste Bauabschnitt der L821n in Bergkamen ist praktisch abgeschlossen. Er endet am Verbindungsweg zwischen Oberaden und dem Parkfriedhof an einem provisorischen Gatter und darf noch nicht befahren werden.

Der erste Bauabschnitt der Straße ist praktisch abgeschlossen. Er endet am Verbindungsweg zwischen Oberaden und dem Parkfriedhof an einem provisorischen Gatter und darf noch nicht befahren werden. © Michael Dörlemann

Anlieferung für dritten Abschnitt über fertige Straßenstücke

Der dritte Bauabschnitt ist der Lückenschluss zwischen Bauabschnitt ein und zwei. Da er über den Kuhbach führt und ein größeres Brückenbauwerk erforderlich ist, handelt es sich um den aufwendigsten. Der Projektleiter schätzt die Bauzeit auf eineinhalb Jahre.

Für den dritten Bauabschnitt sollen die Straßenstücke erstmals genutzt werden. Anlieferungen sind von beiden Seiten notwendig. Deshalb wird die Straße nicht an einem Stück gebaut. „Sonst hätten die Lkw über den Pantenweg fahren müssen. Das hätte den Anwohnern bestimmt nicht gefallen“, meint Felgenhauer.

Er geht davon aus, dass die L 821n Mitte 2023 fertig ist.

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