Kurz vor Ostern bekommen die Bergkamener Katholiken die Fusion ihrer Gemeinden zu spüren

dzKatholische Kirche

Zu Beginn des neuen Jahres fusionieren die fünf katholischen Kirchengemeinden in Bergkamen. Die Mitglieder werden das zunächst kaum spüren. Das ändert sich jedoch in der Fastenzeit.

Bergkamen

, 21.10.2019, 14:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Leiter des katholischen Pastoralverbundes Pastor Thorsten Neudenberger ahnt jetzt schon, dass es am 22. März nächsten Jahres in der Elisabeth-Kirche ziemlich voll wird. Am vierten Sonntag der Fastenzeit werden die Bergkamener Katholiken mit einem Festgottesdienst die Fusion ihrer fünf Kirchengemeinden feiern. Der Zusammenschluss zur neuen Großgemeinde „Heiliger Geist“ geht zwar offiziell schon zum 1. Januar über die Bühne. Aber das werden die normalen Gemeindemitglieder zunächst einmal gar nicht merken, weil es dabei in erster Linie um verwaltungs- und vermögenstechnische Fragen geht.

Kurz vor Ostern bekommen die Bergkamener Katholiken die Fusion ihrer Gemeinden zu spüren

Pastor Neudenberger bleibt den katholischen Gläubigen noch eine Weile erhalten, denn die Gründung des Pastoralen Raums verzögert sich. © Borys Sarad


Der Bischof setzt das Leitungsgremium ein

Um die muss sich ein Gremium namens Vermögensverwaltungsrat kümmern: „Der wird vom Bischof eingesetzt“, erläutert Neudenberger. Aller Voraussicht nach werden ihm jeweils zwei Mitglieder der bisherigen Kirchenvorstände der Gemeinden angehören. Neudenberger hat die Vorschläge des Fusionsausschusses an das Erzbistum Paderborn übermittelt und wartet jetzt auf die Genehmigung. Der Verwaltungsrat muss nach der Gemeindefusion einige wichtige Entscheidungen treffen. Zum Beispiel, welche Immobilien die neue Großgemeinde noch benötigt und welche aufgegeben werden können.

2021 wird ein Kirchenvorstand gewählt

Die Amtszeit des Gremiums endet spätestens im November 2021, erläutert Neudenberger: „Dann gibt es Kirchenvorstandswahlen.“ Und dann haben die Bergkamener Katholiken die Möglichkeit, das Leitungsgremium direkt zu bestimmen. Möglicherweise dürfen sie schon vorher wieder zur Wahlurne gehen: „Die Gemeinde Heiliger Geist soll einen Pfarrgemeinderat bekommen“, kündigt Neudenberger an. Einen solchen gibt es derzeit nicht. Für die jüngste Wahl des Gesamtgemeinderates für den Pastoralverbund im September 2018 gab es nicht genug Kandidaten, weshalb Neudenberger sie absagte. Allerdings können die katholischen Gläubigen derzeit noch in den Gemeindeausschüssen über die Belange ihrer jeweiligen Gemeinden mitbestimmen.

Pastoraler Raum tritt auf der Stelle

Einen Termin für die Gemeinderatswahl steht noch nicht fest. Auch Neudenbergers persönliche Zukunft ist weiter unklar. Er wird Bergkamen spätestens verlassen, wenn die neue Gemeinde im Pastoralen Raum mit Kamen und Bönen aufgegangenen ist. Doch dessen Gründung verzögert sich: „Mein Eindruck ist, dass wir weiter auf der Stelle treten“, meint Neudenberger. Dementsprechend ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er den Festgottesdienst am 22. März zelebrieren wird.

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