Kunstrasenplätze auf dem Prüfstand

dzFür die nächsten Haushaltsplanberatungen

Vor den Haushaltsplanberatungen im kommenden Jahr will das Sachgebiet Sport die Kunstrasenplätze genau prüfen. Falls sie erneuert werden müssen, muss das rechtzeitig angemeldet werden.

Bergkamen

, 22.10.2018, 15:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Heiko Rahn, der Leiter des Sachgebiets Sport, ist recht sicher, dass er gut informiert ist über den Zustand der fünf Bergkamener Kunstrasenplätze. Seit 2010 hat jeder Stadtteil mit einem Fußballverein einen eigenen Kunstrasenplatz – mit anderen Worten: jeder Stadtteil außer Heil. Rahn steht in regelmäßigem Austausch mit den Platzwarten und lässt sich über den Zustand der Flächen informieren. Bisher gebe es keine Probleme, sagt Rahn. Im kommenden Jahr will er aber noch einmal genauer hinschauen. Er geht davon aus, dass der Stadtrat in seiner Dezembersitzung 2019 wieder einen Doppelhaushalt verabschiedet, in diesem Fall für die Jahre 2020 und 2021. Falls ein Kunstrasenplatz in diesem Zeitraum erneuert werden soll, müssen die Mittel dafür im Haushalt vorgesehen sein – sonst wäre die Maßnahme erst ab 2022 wieder möglich.

Kunstrasenplätze auf dem Prüfstand

In jedem der fünf Bergkamener Stadtteile mit einem Fußballverein gibt es einen Kunstrasenplatz. Die Plätze sind allerdings unterschiedlich alt und sind deshalb in unterschiedlichem Zustand.

Rünthe und Oberaden auf dem Prüfstand

Auf dem Prüfstand werden vor allem die beiden Plätze in Rünthe und Oberaden stehen. Der Kunstrasenplatz am Schacht III in Rünthe ist von 2003 und der Platz am Römerbergstadion in Oberaden von 2004. Rahn hat beim Platz im Nordbergstadion in Bergkamen-Mitte die Erfahrung gemacht, dass sie maximal etwa 20 Jahre halten. Der Platz dort war 1997 der erste, den die Stadt Bergkamen anlegen lassen hat. Im vergangenen Jahr ist er komplett erneuert worden.

Kunstrasenplätze auf dem Prüfstand

Der Kunstrasenplatz im Nordbergstadion ist noch sehr grün. Er ist erst im vergangenen Jahr komplett erneuert worden. © Marcel Drawe

Erste Verschleißerscheinungen

„Das war allerdings auch einer der ersten Kunstrasenplätze überhaupt – und man hatte noch wenig Erfahrung“, sagt Rahn. Er geht davon aus, dass die Erfahrungen beim Bau der neuen Plätze mit eingeflossen sind und sie möglicherweise länger halten.

Bei den älteren Plätzen zeigen sich jedoch schon die ersten Verschleißerscheinungen. Der Anstoßpunkt, der Elfmeterpunkt, der Bereich, in dem der Torwart sich aufhält und die Flächen an den Eckfahnen sind am schnellsten mitgenommen, weiß der Sachgebietsleiter aus Erfahrung. In Rünthe ist deshalb schon etwas eingeflickt worden. Das sehe zwar etwas seltsam aus, weil das Stück eine etwas andere Farbe hat, sagt Rahn – die Funktionsfähigkeit des Platzes beeinträchtigt das aber nicht. Wenn er Plätze zur Erneuerung anmelde, spielt die Optik keine Rolle, machte der Sachgebietsleiter deutlich. Es gehe auch nicht darum, ob sich zwischen den künstlichen Halmen Sand oder – wie es bei modernen Plätzen der Fall ist – Kunststoffgranulat befindet. „Es geht nur um die Bespielbarkeit“, sagte er.

Kunstrasenplätze auf dem Prüfstand

Der Kunstrasenplatz an der Hansastraße in Overberge ist erst von 2010. © Marcel Drawe

Zwei Plätze sind noch fast neu

In Weddinghofen und Oberaden, wo die Plätze erst 2009 und 2010 angelegt worden sind, geht Rahn davon aus, dass auf keinen Fall schon Erneuerungsbedarf besteht.

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