Kunst im öffentlichen Raum ersetzt die Ausstellungen in der „sohle 1“

dzStädtische Galerie

Die städtische Galerie „sohle 1“ im Stadtmuseum muss im nächsten Jahr wegen des Museums-Umbaus vorübergehend schließen. Doch auch in dieser Zeit soll in Bergkamen Kunst ausgestellt werden.

27.09.2019, 15:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich müsste Simone Schmidt-Apel, die Leiterin der städtischen Galerie „sohle 1“, in diesen Tagen mit der Ausstellungsplanung für die Kultur-Saision 2020/21 beginnen. Und es gibt auch schon Bewerbungen von Künstlern, die ihre Werke in Bergkamen zeigen möchten. Das Problem ist: Schmidt-Apel weiß derzeit noch nicht, wo ab dem nächsten Sommer Platz für die Kunst sein wird. Bekanntlich wird das Stadtmuseum in Oberaden, in dem sich die „sohle 1“ befindet, grundlegend umgebaut. Und wenn am 23. August 2020 die Jahresschau der Bergkamener Künstlergruppe „kunstwerkstatt sohle 1“ schließt, dann endet der Ausstellungsbetrieb zunächst einmal.

Galerie sohle 1

Das Ausstellungsprogramm

  • Aktuell läuft in der Galerie „sohle 1“ eine Doppelausstellung der Künstler Aljoscha und Maxim Wakultschik, die noch bis zum 20. Oktober zu sehen ist.
  • Vom 3. November bis zum 8. Dezember stellt die Künstlergruppe i.punkt aus der sachsen-anhaltinischen Partnerstadt Hettstedt aus.
  • Vom 19 Januar bis 1. März 2020 zeigt die „sohle 1“ neue Zeichnungen und Druckgrafiken von Rolf Escher.
  • Vom 15. März bis zum 16. April stellt der Photoclub Lünen aus.
  • Vom 17. Mai bis zum 28. Juni sind Werke der „Künstlergruppe“ tx02 zu sehen.
  • Vom 12. Juli bis zum 23. August läuft die Jahresausstellung der Bergkamener Künstlergruppe „kunstwerkstatt sohle 1“

Die Kunsträume ziehen um

„Wir wissen noch nicht genau, wann die Galerie wieder zur Verfügung steht“, sagt Schmidt-Apel. Klar ist allerdings, dass die Kunsträume innerhalb des Gebäudes umziehen. Derzeit befinden sie sich im vom Eingang aus gesehen rechten Teil im Erdgeschoss und im ersten Stock. Nach Umbau und Wiedereröffnung sollen sie in jenen Bereich wechseln, den das Museum bisher für seine Sonderausstellung nutzt. Die „sohle 1“ grenzt dann an den neuen Eingangsbereich, der das Kernstück des Museumsumbaus bildet: Dafür soll der alte Zwischentrakt abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. In dem wird sich nicht nur das Foyer, sondern auch ein Museumscafé befinden. „Von dem gelangt man dann direkt in die Galerie“, freut sich Schmidt-Apel.

Kunstaktionen im öffentlichen Raum

Über die Übergangszeit hat sie sich auch schon Gedanken gemacht: „Wir werden verstärkt auf Kunstaktionen im öffentlichen Raum setzen“, sagt sie. Darin hat das Kulturreferat ja schon gewisse Erfahrungen. Außerdem denkt Schmidt-Apel über Ausstellungen in leerstehenden Ladenlokalen nach. Auch daran herrscht rund um den Nordberg und in den anderen Stadtteilen kein Mangel. Und dann gibt es ja auch noch die „Rathaus-Galerie“, also das Treppenhaus der Verwaltungszentrale, in dem auch schon mal Fotos oder andere Kunstwerke zu sehen sind.

Einerseits freut sich die „sohle 1“-Leiterin auf die neuen Räume, die ihr nach dem Museumsumbau zur Verfügung stehen. Anderseits findet sie es schade, dass die Galerie sich dann nicht mehr über zwei Stockwerke zieht, was ihre Möglichkeiten bei der Ausstellungsgestaltung einschränkt. Aber ab und an kann sie die Kunst vielleicht noch am gewohnten Ort präsentieren: „Das Museum zeigt ja nicht durchgehend Dauerausstellungen in den alten Galerie-Räumen, sodass wir sie vielleicht auch nutzen können.“

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