Kulturdezernent muss noch Hausaufgaben für den Museums-Neubau machen

dzNach Abriss

Der erste Schritt für den Neubau am Stadtmuseum ist getan: Das Nebengebäude ist abgerissen. Und der Kulturdezernent denkt schon ans Richtfest. Bis dahin hat er aber noch einiges zu erledigen.

23.01.2020, 17:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neben dem Museum klafft jetzt eine Baulücke. Bis die geschlossen wird, dauert es wohl noch ein bisschen. Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich jedenfalls ist inzwischen mit Zeitplan-Prognosen für den geplanten Museumsneubau vorsichtig geworden: „Wir wollen in diesem Jahr auf jeden Fall noch Richtfest feiern“, sagt er. Vorher allerdings muss die Stadt noch ein Bauunternehmen finden, das den Auftrag übernehmen kann und will. Bei der derzeit herrschenden Baukonjunktur ist das nicht unbedingt selbstverständlich. Aber immerhin geht es um eine Summe von rund 1,3 Millionen Euro.

Ausschreibung wird Ende Februar oder Anfang März veröffentlicht

Ulrich hofft, die Ausschreibung Ende Februar oder Anfang März veröffentlichen zu können. Wann die Bagger am Museumsplatz tatsächlich rollen, kann Ulrich erst sagen, wenn der Zuschlag erteilt ist. „Erst dann können wir den Bauzeitenplan aufstellen.“ Und der hängt auch von den Kapazitäten des entsprechenden Unternehmens ab.

Kulturdezernent muss noch Hausaufgaben für den Museums-Neubau machen

So sieht der Entwurf für den Neubau am Stadtmuseum aus. © Meier + Partner Architekten

Zu viel Zeit sollte beim Bau des neuen Gebäudes, das an Stelle des inzwischen abgerissenen Nebengebäude des Museums entstehen soll, nicht vergehen. In ihm werden nicht nur der neue Museumseingang samt Foyer und ein Museumscafé untergebracht, sondern auch ein Multifunktionsraum.

Jetzt lesen

Der wird auch als Ort für Veranstaltungen benötigt. Denn wenn im Sommer das Hauptgebäude des Museums für den Umbau für mindestens ein Jahr geschlossen wird, steht auch die Galerie „sohle 1“ nicht als Ort für Kulturveranstaltungen zur Verfügung.

Auch der Umzug der Musikschule ist in Arbeit

Zudem brauchen die Museumsleute während der Umbauphase Lagerraum für ihre Exponate. Den wiederum soll ein Gebäude in der direkten Nachbarschaft des Stadtmuseums bieten: Die alte Oberadener Post, in der derzeit noch die Verwaltung der städtischen Musikschule untergebracht ist. Die soll auf den Fakt-Campus umziehen, die ehemalige Bergbauschule in Weddinghofen. Nach Ulrichs Angaben laufen bereits konkrete Gespräche mit dem Eigentümer der Immobilie, der Fakt AG aus Essen. Der Umzug der Musikschule könnte dann in den Sommerferien über die Bühne gehen.

Jetzt lesen

Doch auch für den Neubau am Stadtmuseum hat das Kulturdezernent noch Hausaufgaben zu machen. Bevor die Ausschreibung veröffentlicht werden kann, müssen noch Einrichtungsdetails mit dem Architekten Markus Meier aus Hagen geklärt werden. Ein paar Entscheidungen sind schon gefallen, sagt Ulrich: „Für den Boden des Cafés nehmen wir strapazierfähige Fliesen, für den Multifunktionsraum Parkett.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Bergbau-Initiative
Bergleute wollen letzten Förderturm erhalten – und sie haben einen Vorschlag
Meistgelesen