Kultur auf der Halde muss noch einige Jahre warten

dzNaturarena

Haldenplaner Peter Drecker muss die Planung für die Naturarena noch einmal anpassen. Noch ist Zeit: Es dauert noch einige Jahre, bevor es die erste Veranstaltung auf der Halde geben kann.

Bergkamen

, 07.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als das Planungsbüro Drecker aus Kirchhellen vor Jahren die Pläne für die Umgestaltung der Halde Großes Holz zu einer Natur- und Freizeitlandschaft vorstellte, geiet mancher in Bergkamen ins Schwärmen. Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters phantasierte im Scherz darüber, die geplante Naturarena mit einem Pink-Floyd-Konzert einzuweihen.

Mittlerweile gibt es die britische Prog-Rock-Band schon längst nicht mehr, die vor Jahren bei ihren Konzerten die Stadien füllte. Möglicherweise gäbe es noch die Möglichkeit, eine der Coverbands zu verpflichten, die das Erbe der Band verwalten und am Leben halten.

Erste Veranstaltung frühestens 2022 möglich

Vor 2022 oder 2023 wird es wohl nichts mit der ersten Kulturveranstaltung auf der Halde, schätzt Bürgermeister Roland Schäfer. So lange wird es voraussichtlich dauern, bis die Bodenschüttungen beendet sind, um die Arena zu gestalten, Zufahrtswege zu bauen und mit der Infrastruktur auszugestalten, die für Veranstaltungen nötig sind. Bisher gibt es noch nicht einmal eine Zufahrt, über die Equipment und Besucher auf die Fläche gelangen könnten. Sie ist nur über eine Lkw-Straße zu erreichen. Wenn die erste Veranstaltung in der Arena stattfinden könnte, ist sie auch noch nicht fertig: Sie dürfte noch recht nackt aussehen. Die Begrünung ist erst anschließend möglich. „Spätestens zur Internationalen Gartenschau 2027 soll die Arena aber komplett fertiggestellt sein“, sagt Schäfer.

Planung soll noch einmal geändert werden

Beim Bau der Veranstaltungsfläche hoch über Bergkamen hat es immer wieder Verzögerungen gegeben. Unter anderem musste wesentlich mehr Bergematerial angefahren werden als geplant, um den Boden stärker zu verdichten. Auf der Fläche war der Austritt von Grubengas gemessen worden, der die Maßnahme erforderlich machte. Auch das Schüttgut wurde knapp, weil Zechen stillgelegt wurden und weniger Bergematerial vorhanden war.

Schon damals musste Drecker die Fläche neu planen. Jetzt soll er noch einmal Hand an Details legen, um sie besser für Veranstaltungen nutzbar zu machen. Diese neuen Pläne liegen noch nicht vor. Sobald sie fertig sind, sollen sie im Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr vorgestellt werden, kündigt Schäfer an.

Bis die erste Veranstaltung in der Naturarena möglich ist, sind auch noch Verwaltungsakte notwendig. Noch steht die Fläche unter Bergaufsicht. Bevor sie öffentlich zugänglich wird, muss sie erst daraus entlassen werden.

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