Künstler soll das Monopol-Fördergerüst inszenieren

dzLichtkunst-Pläne

Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich hält an seinen Plänen fest, den Förderturm „Grimberg 2“ auf dem Monopol-Gelände llichtkünstlerisch zu gestalten – in einem größeren Zusammenhang.

Bergkamen

, 19.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er wird die Pläne dafür in das „Integrierte Gesamtkonzept Bergkamen-Mitte“ einbeziehen, das die Stadt im kommenden Jahr aufstellen will (wir berichteten).

Das passt insofern, als das Monopol-Gelände, auf dem das denkmalgeschützte Fördergerüst steht, ausdrücklich Bestandteil des Konzeptes sein wird. Und da auch das Kulturreferat in dem Arbeitskreis ist, kann Ulrich dort das Thema Lichtkunst am Förderturm aufs Tapet bringen.

Die Idee, die Bergbauhinterlassenschaft von einem Lichtkünstler in Szene setzen zu lassen, gibt es schon länger. Ursprünglich wollte die Stadt in diesem Jahr sogar einen Wettbewerb ausschreiben, für den sie auch Fördermittel erhalten hätte. Als sich jedoch herausstellte, dass die Installation und das Künstlerhonorar Kosten in Höhe von bis zu 140.000 Euro verursachen würden, schob Ulrich, der ja auch Kämmerer ist, den Plan erst einmal auf die lange Bank.

Inzwischen ist er durchaus optimistisch, dass sich die Lichtkunst mit einem verträglichen Aufwand finanzieren lässt. „2019 wird es mehr Fördermittel geben, als es noch in diesem Jahr aussah.“ Und wenn es dem Arbeitskreis gelinge, ein tragfähiges Konzept aufzustellen, ist Ulrich optimistisch, dass die auch für die Lichtkunst in Bergkamen fließen.

Daher sieht Ulrich auch „keinen kurzfristigen Handlungsdruck“. Wichtiger sei es, eine „künstlerische und städtebaulich passende Lösung“ zu finden, die sich in das Gesamtkonzept einfügt. Und der Dezernent legt auch Wert darauf, dass er die Bergkamener über die Entscheidung zur Lichtkunst am Förderturm mit einbezieht. Dafür hält Ulrich einen Wettbewerb für ein geeignetes Mittel. So könnten entweder Bürger in die Jury berufen werden oder per Online-Abstimmung über das Lichtkunstwerk entscheiden. „Die Form des Wettbewerbes hängt sicherlich auch davon ab, wie groß das Interesse und die Beteiligung der Öffentlichkeit sind.“

Der Zeitplan für die Lichtkunst am Förderturm hänge natürlich vom Fortgang der Arbeit des Arbeitskreises ab, meinte Ulrich: „Aber ich würde mir schon wünschen, dass sie im nächsten Jahr zu einer Entscheidung kommt.“

Die Stadt plant weiterhin, das Monopol-Fördergerüst lichtkünstlerisch zu gestalten. Archiv
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