Kriminalität Falscher Wasserwerker bestiehlt Bergkamener Seniorin

Redakteur
Nicht jeder Vertreter, der an der Haustür klingelt und etwas verkaufen will, ist ein Betrüger. Diese Erfahrung musste jetzt ein Bergkamener machen. © Animaflora PicsStock - stock.adobe.com
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Eine Bergkamener Seniorin hat am Donnerstagvormittag einen vermeintlichen Wasserwerker in ihre Wohnung an der Amselstraße gelassen. Das hätte sie besser nicht getan, der Mann entpuppte sich als Krimineller und bestahl die Frau.

Die ahnte zunächst nichts Böses, als der Mann gegen 11.45 Uhr bei ihr klingelte, sich als Mitarbeiter der Wasserwerke ausgab und ihr einen Ausweis zeigte. Den verdeckte er allerdings teilweise mit dem Finger. Die Frau ließ den Mann nicht nur herein, sondern zwischendurch auch aus den Augen.

Nach zehn Minuten verließ der falsche Wasserwerker die Wohnung wieder. Kurz darauf stellte die Seniorin fest, dass ihre Brieftasche und eine Schmuckkassette fehlten. Der Täter ist laut der Beschreibung der Frau etwa 40 bis 45 Jahre alt und etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß. Er hat eine kräftige Statur und schwarze Haare. Er war bekleidet mit einer schwarzen Lederjacke und sprach Hochdeutsch. Zeugen, die den Mann gesehen haben, werden gebeten, sich mit Hinweisen an die Polizeiwache Kamen unter der Rufnummer (02307) 921 3220 zu wenden.

Im Zusammenhang mit diesem Fall gibt die Polizei folgende Verhaltenstipps:

  • Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt. worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke.
  • Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an.
  • Suchen Sie deren Telefonnummer selbst heraus.
  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.
  • Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten.
  • Wählen Sie bei verdächtigen Personen an der Haustür sofort den Notruf 110.