Carsharing, Energieberatung und mehr: Jetzt nimmt Bergkamen den Klimaschutz in Angriff

dzZeitplan vorgelegt

Die Stadt legt einen Zeitplan für ihr Klimaschutzkonzept vor. Priorität hat dabei die Verwaltung selbst. Sie will mit gutem Beispiel vorangehen. Ein Angebot für Bürger könnte es schon dieses Jahr geben.

Bergkamen

, 24.09.2019, 16:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt hat kein Klimakonzept beschlossen, um sich dann erst einmal zurückzulehnen, sondern will jetzt aktiv etwas für den Schutz des Klimas tun. Das betonen die Vertreter der Verwaltung am Dienstag im Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr. Als Beweis legen sie einen Zeitplan zur Umsetzung des Konzeptes vor.

Alle darin enthaltenen Punkte sollen mindestens bis zum Jahr 2121 angestoßen werden. Beim Planen wurden Prioritäten gesetzt. Bevor etwa die Wirtschaft unter die Klima-Fittiche genommen wird, will die Stadt bei sich selbst anfangen.

Verwaltung, Eigenbetriebe und Kommunalpolitik sollen den Klimaschutz vormachen. „Wir wollen nicht Wasser predigen und Wein trinken, sondern erst selber das leben und umsetzen, was wir anbieten“ sagt Norman Raupach, Projektmanager für Umwelt und Klima.

Zwar ist im Plan enthalten, dass etwa bei der Ausweitung von Gewerbegebieten der Klimaschutz berücksichtigt wird, doch vorher ist die Verwaltung dran.

Unter anderem werden Grünflächen auf Klimaschutz überprüft und ein Sanierungsfahrplan für kommunale Gebäude erstellt. Auch soll die Mobilität der Mitarbeiter und Besucher klimafreundlicher werden.

Energieberatung der Verbraucherzentrale im Rathaus

Die Maßnahmen sollen alle kurzfristig und mit schneller Wirkung angestoßen werden. Ein großes Handlungsfeld, in dem schon einiges passiert, ist die Mobilität. Als Beispiel nennt Raupach den Fußverkehrs-Check, der das Zufußgehen in Bergkamen beliebter machen soll, und die Attraktivierung des Busangebotes durch Barrierefreiheit, die bereits nach und nach umgesetzt wird.

Maßnahmen, die wohl erst im kommenden Jahr in Angriff genommen werden, ist die Förderung eines umweltfreundlichen Schüler-Bring-Verkehrs und ein Car-Sharing-Angebot. Es kann also durchaus sein, dass sich Bergkamener demnächst ein Auto zum Einkaufen ausleihen und es dann wieder abgeben können.

Eine Maßnahme, die indes schneller umgesetzt werden soll, ist eine Energieberatung im Rathaus durch die Verbraucherzentrale. „Räumlichkeiten stehen schon zur Verfügung“, kündigt Raupach an. Entweder dieses, spätestens aber Anfang nächsten Jahres wird die Beratung angeboten. Eigentümer können sich dort zum Beispiel über energetisches Sanieren informieren.

Nach der Sitzung hat sich der Ausschuss übrigens aufs Rad geschwungen, um sich die Lage persönlich anzusehen. „Vor 25 Jahren haben wir das noch mit dem Bus gemacht“, so der städtische Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters. „Klimaschutz fängt im Kleinen an.“

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