Kleine Prämie für jahrelangen Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr

dzCDU-Antrag zum Haushalt

Wer sich viele Jahre lang einen großen Teil seiner Freizeit für die Feuerwehr opfert, soll etwas mehr davon haben. Die CDU-Fraktion regt eine „Feuerwehrrente“ an.

Bergkamen

, 29.11.2019, 14:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die CDU-Fraktion regt an, dass sich die Stadt auch finanziell bei den freiwilligen Feuerwehrleuten bedanken soll, sie sich jahrelang in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Die Christdemokraten stellen den Antrag, dass die Stadt dafür ab 2020 jährlich 30.000 Euro im Haushalt einplant.

Einmal-Zahlung beim Erreichen der Altersgrenze

Das Geld soll allerdings nicht in Form einer monatlichen Zahlung ausgezahlt werden, sondern als Einmalzahlung. „Wir stellen uns vor, dass die Feuerwehrleute einen kleineren bis mittleren vierstelligen Eurobetrag ausgezahlt bekommen, wenn sie aus dem aktiven Dienst ausscheiden und in die Ehrenabteilung wechseln“, erklärte Fraktionsmitglied Stephan Wehmeier.

Bergkamen hat ein komplett ehrenamtliche Feuerwehr

Die CDU will die Zahlung als Würdigung des Ehrenamtes verstanden wissen. Wehmeier erinnerte daran, dass Bergkamen die einzige Stadt dieser Größenordnung ist, die komplett ohne Berufsfeuerwehrleute auskommt und eine rein freiwillige Feuerwehr hat. Für die Feuerwehrleute bedeute das, dass sie einen großen Teil ihrer Freizeit für die Feuerwehr opfern. „Sie verbringen viele Stunden mit Schulungen, müssen jederzeit ausrücken und tragen das persönliche Risiko, bei Einsätzen zu Schaden zu kommen“, sagte er.

Nach Wehmeiers Angaben gibt es bereits einige Städte in NRW, die eine solche „Feuerwehrrente“ an die ehrenamtlichen Feuerwehrleute auszahlen, wenn sie aus Altersgründen aus dem Dienst ausscheiden. Dazu gehören beispielsweise Dorsten, Herten und Waltrop im Kreis Recklinghausen. Im Rheinland sei das bei etlichen Kommunen sogar schon länger gängige Praxis.

Grundsätzliche Zustimmung bei der Feuerwehr

Bei der Feuerwehr selbst stößt der Vorschlag grundsätzlich auf Zustimmung, wie Stadtbrandmeister Dirk Kemke sagte. Falls der Stadtrat den Antrag er CDU annehme, müssten allerdings die Modalitäten geklärt werden, nach denen die Stadt die Prämie auszahlt. Dabei geht es unter anderem darum, die Dienstzeit der Feuerwehrleute zu berücksichtigen. Wer gleich mit 18 Jahren nach der Jugendfeuerwehr in die Freiwillige Feuerwehr eintritt und dort bis zu Erreichen der Altersgrenze seinen Dienst versieht, soll beispielsweise mehr bekommen als jemand, der erst später einsteigt. Schon jetzt ist klar, dass es sich dabei mehr um eine Anerkennungsprämie handeln wird und dass dabei keiner der Feuerwehrleute reich wird. Sie müssten die Summe versteuern und wahrscheinlich auch noch Sozialabgaben und Krankenversicherung bezahlen.

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