Keine Ärzte im „Stadtfenster“ – aber eine andere medizinische Einrichtung

dzGebäude am Rathaus

Die UKBS hat den Plan aufgegeben, im „Stadtfenster“ gegenüber vom Rathaus eine neue Arztpraxis anzusiedeln. Eine Nutzung für den Praxisraum hat die Kreis-Siedlungsgesellschaft trotzdem gefunden.

Bergkamen

, 17.12.2019, 17:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Plan, den die Unnaer Kreis- Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) für das Stadtfenster hatte, um eine Arztpraxis im „Stadtfenster“ anzusiedeln, klang so einfach wie einleuchtend. Die UKBS hatte darauf gesetzt, einen Mediziner zu finden, der eine Filiale in dem neuen Gebäude gegenüber vom Rathaus gründet – möglichst als „medizinisches Versorgungszentrum“.

„Wir hatten gedacht, dass dort zunächst ein angestellter Arzt oder eine Ärztin arbeitet“, sagt UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer. Das Kalkül der Gesellschaft: Sie hatte gehofft, dass sich der angestellte Arzt irgendwann selbstständig macht – und möglicherweise selbst weitere Mediziner einstellt.

Praxisfläche ist noch flexibel nutzbar

Dafür hatte sich die UKBS lange Zeit alle Möglichkeiten offengelassen. Der Bereich im Erdgeschoss, der für die Praxis vorgesehen war, blieb bisher unausgebaut. „Es gibt bisher nur vier tragende Säulen“, erläutert Fischer. Strom, Wasser, Heizung und Trennwände blieben bisher uneingebaut, damit eine Praxis noch alle Möglichkeiten hatte, den Bereich so zu gestalten, wie es für sie passend ist.

Mit diesem Konzept eine Arztpraxis anzusiedeln, hatte keinen Erfolg, erfolgreich ist es aber wohl trotzdem: Möglicherweise weil sich die Flächen immer noch völlig individuell gestalten lassen, hat die UKBS einen anderen Mieter gefunden – keine Arztpraxis, aber dennoch eine größere Praxis aus dem Gesundheitsbereich.

Um was es sich genau handelt, will Fischer noch nicht verraten. „Das werden wir sagen, wenn die Verträge unterschrieben sind.“

Am 1. Juli soll das Stadtfenster bezugsfertig sein

Das Geheimnis wird sich spätestens am 1. Juli 2020 lüften. Dann soll das Gebäude nach gut zwei Jahren Bauzeit bezugsfertig sein. Zurzeit sind die Handwerker dabei, den Innenausbau vorzunehmen und die restlichen Versorgungsleitungen zu legen.

Die Vermietung der 30 Wohnungen in dem Gebäude war offenbar deutlich einfacher, als Ärzte für die Praxis zu suchen. Nach Fischers Angaben sind schon jetzt 29 Wohnungen vergeben. Es lohne sich aber trotzdem nachzufragen. „Manchmal springt noch ein Mieter ab, weil er schon jetzt etwas anderes gefunden hat“, sagt Fischer.

Die Hoffnung auf neue Ärzte muss Bergkamen trotzdem noch nicht ganz aufgeben. Bürgermeister Roland Schäfer hat einen Termin mit einem ansiedlungswilligen Mediziner und auch im Stadtteil Oberaden soll es einen Interessenten geben.

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