Kaufland-Umbau ist aufgeschoben, aber wohl nicht aufgehoben

dzWirtschaft

Die Gespräche über einen langfristigen Vertrag von Kaufland im „Rathaus-Center“ geraten ins Stocken - wegen der Corona-Krise. Der Vermieter ist optimistisch, dass der Markt dauerhaft bleibt.

Bergkamen

, 04.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich wollte Kaufland ja im ersten Quartal dieses Jahres ein Umbau-Konzept für seinen Markt in Bergkamen-Mitte vorlegen. Das sollte dann als Grundlage für einen langfristigen Mietvertrag mit dem Eigentümer des „Rathaus-Centers“ dienen, der DTU Beta in Düsseldorf. Eigentlich.

Aber der Geschäftsführer der DTU, Thorsten Unterfeld, hat volles Verständnis dafür, dass seine Verhandlungspartner derzeit besseres zu tun haben, als über Umbaupläne und Mietkonditionen zu sprechen. Die Corona-Krise hat auch bei Kaufland einiges durcheinander gebracht.

Der Kaufland-Vermieter sieht sich nicht unter Zeitdruck

Doch Unterfeld bleibt vergleichsweise gelassen: „Wir stehen ja nicht unter Zeitdruck“, sagt er. Den entscheidenden Schritt hat das Handelsunternehmen aus Neckarsulm bereits im vergangenen Oktober getan. Da hatte Kaufland die Verlängerungsoption für den Mietvertrag gezogen, der ansonsten zum Monatsende ausgelaufen wäre. Nun gilt der Kontrakt bis Oktober 2025 - mindestens. Denn beide Seiten sind offenbar fest entschlossen, ihn dauerhaft fortzusetzen.

Kaufland will im Zuge des Umbaus die ziemlich umfangreiche Verkaufsfläche seines Marktes in Bergkamen verkleinern.

Kaufland will im Zuge des Umbaus die ziemlich umfangreiche Verkaufsfläche verkleinern. © Stefan Milk

Und wollen dafür wohl auch viel Geld in die Hand nehmen.

Denn der Supermarkt ist rund 20 Jahre alt und muss modernisiert werden. Das will Kaufland nutzen, um die ziemlich große Verkaufsfläche zu reduzieren. Zugleich soll die Verwaltung, die bisher über das Gebäude verteilt ist, in zentralen Räumen zusammengezogen werden.

Unterfeld könnte dann noch weitere Ladenlokale an andere Geschäfte vermieten - in Absprache mit Kaufland versteht sich. Die Gespräche waren auch recht weit gediehen, Unterfeld rechnete mit einem Vertragsabschluss bis Ende März. Doch dann kam das Virus.

Der Vermieter will den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen

Deshalb sind die Verhandlungen jetzt erst einmal unterbrochen. Kaufland müsse erst einmal die Krise bewältigen, meint Unterfeld. Viele Verwaltungsmitarbeiter seien im Homeoffice, andere müssten im Lager aushelfen, und das alles unter erschwerten Bedingungen, um den notwendigen Sicherheitsabstand einzuhalten.

Dennoch hat Unterfeld wenig Zweifel daran, dass Kaufland auf Dauer im Rathaus-Center an der Töddinghauser Straße bleibt, selbst, wenn sich der ursprüngliche Zeitplan für den Umbau jetzt wohl nicht mehr halten lässt.

Unterfeld will den Gesprächsfaden nach Neckarsulm deshalb nicht abreißen lassen: In zwei bis drei Monaten wisse er hoffentlich mehr, meint der DTU-Geschäftsführer.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Amtsgericht
Mann fährt jahrelang ohne Führerschein und wird vor Gericht vom Richter überlistet
Hellweger Anzeiger Spezielle Atemschutzmasken
Masken mit Batterien erleichtern das Atmen: 3M kooperiert zum Corona-Schutz mit Ford
Hellweger Anzeiger Kaufprämie für Autos
Angst vor der Abwrackprämie: „Todesurteil für viele Autohändler“