Kaufland-Mitarbeiter machen sich Sorgen um ihre Jobs

dzNoch keine Einigung

Die Geschäftsleitung und der Betriebsrat von Kaufland in Bergkamen-Mitte haben sich immer noch nicht geeinigt, die festen Mitarbeiter bleiben freigestellt. Sie fürchten um ihre Arbeitsplätze.

Bergkamen

, 29.05.2020, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Beschäftigten des Kaufland-Marktes in Bergkamen-Mitte werden wohl auch in der Woche nach Pfingsten nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Jedenfalls gebe es dafür keinerlei Signale, sagte Alexandra Wille. Sie gehört zu den 108 Kaufland-Beschäftigten, die derzeit freigestellt sind. Grund dafür ist, dass sich die Geschäftsleitung und der Betriebsrat nicht auf eine Betriebsvereinbarung zum Gesundheitsschutz in Corona-Zeiten einigen können.

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Die Arbeit bei Kaufland an der Töddinghauser Straße erledigen derzeit Beschäftigte, die mit einem Werkvertrag ausgestattet sind. Und das wird wohl auch erst einmal so bleiben. Wille und die anderen Kaufland-Mitarbeiter, die gerne wieder ihren Dienst aufnehmen wollen, fürchten inzwischen um ihre Arbeitsplätze.

Andeutungen der Geschäftsleitung

Es habe Andeutungen der Geschäftsleitung gegeben, dass man den Betrieb dauerhaft mit Hilfe der Ersatzkräfte führen könne, berichtete Wille. Die Kaufland-Zentrale in Neckarsulm beruhigt: „Aktuell sind keine Entlassungen vorgesehen“, teilt die Pressestelle auf Anfrage mit. Kaufland habe „nach wie vor sehr großes Interesse, dass die Mitarbeiter in Bergkamen-Mitte wieder arbeiten dürfen“. Schließlich bekommen auch die Kunden die Situation zu spüren: Die Information und die Frischetheken sind nicht besetzt.

Die Kaufland-Beschäftigte in Bergkamen wollen so schnell wie möglich wieder arbeiten.

Die Kaufland-Beschäftigten wollen so schnell wie möglich wieder arbeiten. © Michael Dörlemann

Die Geschäftsleitung sei weiterhin mit dem Betriebsrat im Gespräch, bisher habe es aber noch keine Ergebnisse gegeben. Mitarbeiterin Wille sagt, dass sie zuletzt nichts mehr vom Betriebsrat gehört hat.

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Keinerlei Anzeichen für Kaufland-Schließung

Karsten Rupprecht, der bei der Gewerkschaft Verdi für Kaufland zuständig ist, macht sich ebenfalls Gedanken darüber, ob die Arbeitsplätze bei Kaufland möglicherweise in Gefahr sind. Einem Unternehmen stehe es frei, einen Standort aufzugeben, meinte er auf Anfrage.

Auch dem Gewerkschafter ist zu Ohren gekommen, dass es in Bergkamen bereits vor dem Konflikt immer wieder Gerüchte gab, Kaufland wolle seinen Markt in Bergkamen-Mitte schließen. „Dafür gibt es derzeit aber keine Anzeichen“, sagte Rupprecht.

Das Unternehmen hatte diese Gerüchte immer deutlich dementiert und darauf verwiesen, dass es sich um einen sehr umsatzstarken Markt handelt. Außerdem hatte Kaufland im vergangenen Jahr den Mietvertrag für die Immobilie bis Oktober 2025 verlängert und verhandelt derzeit mit der Eigentümer-Gesellschaft über einen langfristigen Kontrakt.

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