Katholiken wissen noch nicht, wie viel Kirchenumbau sie sich leisten können

dzKirche St. Elisabeth

Der Plan für den Umbau der Elisabeth-Kirche steht. Die katholische Gemeinde hat schon eine Vorstellung davon, was es kostet. Nur, ob sie sich das auch alles leisten kann, weiß sie noch nicht.

Bergkamen

, 10.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alleine könnte die Gemeinde Heilig Geist die Finanzierung des geplanten Umbaus der Elisabeth-Kirche am Stadtmarkt sicher nicht stemmen. Aber sie bekommt Zuschüsse vom Erzbistum Paderborn. Noch aber ist unklar, wie hoch die ausfallen. „Früher war das ganz einfach“, erläutert Pastor Thorsten Neudenberger. War eine Kirchensanierung genehmigt, kam das Bistum für 70 Prozent der Kosten auf, die Gemeinde musste die übrigen 30 Prozent übernehmen. Inzwischen allerdings leistet Paderborn variable Unterstützung, über die Höhe der Förderung wird von Fall zu Fall entschieden.

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Die Kirche soll grundlegend umgebaut werden

Bei St. Elisabeth ist das besonders kompliziert. Die Gemeinde will die Kirche nicht einfach nur renovieren, sondern grundlegend umbauen. Im Inneren soll ein System von Vorhängen installiert werden, um die Raumgröße flexibel gestalten zu können. Der Altar soll näher an die Gemeinde rücken, für die Messen unter der Woche ist eine Werkstagskapelle geplant. Außerdem soll der Haupteingang ein Dach und einen gläsernen Anbau erhalten.

Die Kirche am Stadtmarkt ist die Hauptkirche der Gemeinde Heiliger Geist, die zu Jahresbeginn durch eine Fusion entstand.

Die Kirche am Stadtmarkt ist die Hauptkirche der Gemeinde Heiliger Geist, die zu Jahresbeginn durch eine Fusion entstand. © Stefan Milk

Was davon das Bistum bezahlt, entscheidet ein eigenes Gremium: „Und das tagt nur einmal im Quartal“, sagt Hans-Jürgen Klein aus dem Kirchenvorstand der Gemeinde, der den Kirchenumbau koordiniert. Immerhin ist das Bergkamener Vorhaben für die letzte Sitzung 2020 angemeldet. Deshalb hofft Klein, noch in diesem Jahr Nachricht aus Paderborn zu erhalten. Die konkrete Planung des Kirchenumbaus könnte dann im ersten Halbjahr 2021 beginnen, die Bauarbeiten in der zweiten Jahreshälfte.

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Der Architekt plant flexibel

Falls weniger Geld aus Paderborn kommt als erhofft, ist die Gemeinde dafür gerüstet: Der Unnaer Architekt Christian Weicken habe so flexibel geplant, dass er auch Elemente weglassen könne, ohne den gesamten Umbau in Frage zu stellen.

Pastor Neudenberger hofft auch deshalb auf bischöfliche Großzügigkeit, weil St. Elisabeth nach dem Zusammenschluss von fünf Gemeinden eine besondere Rolle spielt. Sie ist jetzt die Pfarr-, also die Hauptkirche der Gemeinde „Die anderen Kirchen haben den Status einer Filialkirche“, erläutert Neudenberger.

Allerdings müssen sich die Katholiken in den anderen Stadtteilen keine Sorgen machen, dass sie den Umbau in Mitte mitbezahlen müssen. Der Bergkamener Eigenanteil wird aus Rücklagen finanziert, die die damalige Gemeinde St. Elisabeth vor der Fusion gebildet hat.

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