Die Awo-Kita „Schatzinsel“ ist offiziell eröffnet. Zur Übergabe überreichte Arno Lohmann, stellvertretender Geschäftsführer des Awo-Bezirks Westliches Westfalen, (r.) dem neuen Einrichtungsleiter Riccardo Conte (r.) einen überdimensional großen Schlüssel. © Stefan Milk
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Karibischer Sand und Mini-Wassertretbecken: Eröffnung der neuen Awo-Kita in Bergkamen

Die neue Awo-Kita am Hermann-Görlitz-Seniorenzentrum ist offiziell eröffnet. Künftig werden hier Kinder und Senioren gemeinsam Zeit verbringen. Am Montag tobten schon die ersten Kinder.

„Wir hätten gern die Senioren `rübergeholt und Hallo gesagt.“ Für Riccardo Conte war es eine außergewöhnliche Kita-Neueröffnung. Aufgrund des aktuellen Pandemie-Geschehens konnte der Leiter der neuen Kita „Schatzinsel“ auf dem Gelände des Hermann-Görlitz-Seniorenzentrums nicht zu einem großen Fest einladen.

Das milderte aber die Freude über die Fertigstellung des Neubaus nach 15-monatiger Bauzeit nicht ab. Obwohl die Arbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen sind und zum Beispiel der Außenbereich noch fertiggestellt werden muss, nimmt die Einrichtung an diesem 1. März schon den Betrieb auf. Von den geplanten vier Gruppen erkunden zwei am Montag bereits die neuen Räume. Sie spielen coronakonform in voneinander abgetrennten Bereichen in festgelegten Gruppen.

Die nächsten zwei Gruppen sollen dann ab dem 1. April in die Kita kommen, sodass dann die volle Gruppenstärke mit 75 Kindern erreicht wird. 22 Plätze davon sind für Kinder unter drei Jahren.

Kinder und Senioren sollen Zeit miteinander verbringen

Das besondere an dem Standort ist sicherlich die Nähe zum Seniorenheim gleich nebenan. „Das tut der Gesellschaft gut“, sagte Bürgermeister Bernd Schäfer. Dass Jung und Alt so nah beieinander sind, sei für Bergkamen ein Novum. Die Kita-Kinder und Senioren sollen Zeit miteinander verbringen, sobald das wieder möglich ist – zum Beispiel bei Festen oder Spielenachmittagen.

Die Kita soll eine Kneipp-Zertifizierung erhalten, die Gesundheit wird groß geschrieben. Aktuell wird ein Kinderwassertretbecken erreichtet. Gleich neben dem Karibikdorf, das aktuell noch ein großer weißer Sandberg ist. © Stefan Milk © Stefan Milk

Aber schon jetzt können sich die Senioren kaum zurückhalten, sagt Ludger Moor, Leiter der Senioren-Einrichtung. Seine Bewohner haben den Bau genau beobachtet. „Kinder erinnern sie an ihre eigene Vergangenheit und an ihre Kinder“, sagt er darüber, wie gut Kindern den Senioren tun.

Als Geschenk der Nachbarn brachte Moor Kita-Leiter Conte frisches Obst, aber auch Kräuter aus dem eigenen Garten des Seniorenzentrums mit. Nicht nur das Seniorenzentrum auch die Kita sollen Kneipp-Zertifizierungen erhalten. Die Kinder werden unter anderem in einem Kräutergarten eigenes Grün züchten und für Tee oder Salben verwenden, eine Streuobstwiese ist geplant und der Barfuß-Pfad der Senioren steht ihnen auch zur Verfügung. Außerdem entsteht gerade ein kleines Kinderwassertretbecken und gleich nebenan ein Karibik-Dorf, das aktuell noch ein großer weißer Sandhaufen ist.

Bewegung und Gesundheit werden hier also groß geschrieben. Gerade in diesen Zeiten ist die Neueröffnung der Kita ein schönes Zeichen, wie auch der Vorsitzende der AWO Ruhr-Lippe-Ems, Wolfram Kuschke, findet. Gerade in dieser schwierigen Zeit brauche man strahlende Schätze.

Das sieht auch Conte so, der in der Eröffnung unter Corona-Bedingungen sogar etwas Positives sieht. Denn so hätten die Kinder einen individuelleren und behutsameren Start in ihre Kita-Zeit, weil noch nicht so viele Kinder vor Ort sind.

  • Die Kita Schatzinsel öffnet zunächst montags bis freitags von 7 bis 16 Uhr, erweiterte Öffnungszeiten sind geplant.
  • Ab April gibt es Platz für 75 Kinder, aktuell sind es 45. Zwölf Mitarbeiterinnen werden dort künftig arbeiten, zurzeit sind es fünf.
  • Der Einrichtungsleiter heißt Riccardo Conte, erreichbar ist die Kita an der Marie-Juchacz-Straße 3 unter 0152 51545424 oder via schatzinsel@awo-rle.de.
  • Weitere Infos: www.awo-rle.de/kita-schatzinsel-bergkamen
Über die Autorin
Jahrgang 1991. Vom Land in den Ruhrpott, an der TU Dortmund studiert, wohnt jetzt in Bochum. Hat zwei Katzen, liest lieber auf Papier als am Bildschirm. Zu 85 Prozent Vegetarierin, zu 100 Prozent schuhsüchtig.
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Claudia Pott
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