Jugendliche wünschen sich einen „Spielplatz“ für Fitness im Freien

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Bei der Veranstaltung „Bergkamen for all“ machten Jugendliche Vorschläge, die Bürgermeister Roland Schäfer für bedenkenswert hält. Dazu gehört eine Einrichtung, die es schon in zwei Partnerstädten gibt.

Bergkamen

, 17.02.2020, 15:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Bergkamen könnte es bald einen ungewöhnlichen Spielplatz geben. Er soll nicht mit Spielgeräten für Kinder ausgestattet sein, sondern mit Fitnessgeräten für Erwachsene. Eine Gruppe Mädchen hat den Vorschlag für einen solchen „Outdoor-Fitness-Spielplatz“ bei der Jugend-Veranstaltung „Bergkamen for all“ am Samstag gemacht – und Bürgermeister Schäfer will ihn zumindest prüfen lassen.

Edelstahl-Geräte sind teuer

Er fürchtet jedoch, dass die Einrichtung eines solchen Spielplatzes am Geld scheitern könnte. Die Plätze, die es bereits in mehreren Städten gibt sind üblicherweise mit Fitness-Geräten aus Edelstahl ausgestattet, die lange halten sollen. „Und die sind nicht billig“, meint der Bürgermeister. Was jedoch für die Outdoor-Fitness-Plätze spricht: in zwei Bergkamener Partnerstädten gibt es schon solche Plätze: in Gennevilliers (Frankreich) und in Wieliczka (Polen).

Die Jugendlichen konnten ihre Vorschläge und Wünsche mit Vertretern der Stadtverwaltung und der Ratsparteien diskutieren.

Die Jugendlichen konnten ihre Vorschläge und Wünsche mit Vertretern der Stadtverwaltung und der Ratsparteien diskutieren. © Marcel Drawe

Wunsch nach Kino, Disco und Bistro

Wie Schäfer sagte, habe er mit den Mädchen, die den Vorschlag gemacht haben, einige Zeit diskutieren und sich ihren Wunsch näher erläutern lassen können. Andere hätten einen Wunsch aufgeschrieben und seien dann schnell wieder weg gewesen, bedauerte Schäfer. Er hatte den Jugendlichen zusammen mit anderen Mitarbeitern der Stadt und Vertretern der Ratsparteien für Gespräche zur Verfügung gestanden.

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Die Wünsche, die Jugendliche in Bergkamen haben sind vielfältig – und nicht alle lassen sich von der Stadt erfüllen. Die Jugendlichen wünschen sich beispielsweise ein Kino, eine Disco und ein Bistro in Bergkamen. Die könne die Stadt nicht betreiben, sagt Schäfer – und ob sich ein Betreiber findet, hängt wohl vor allem davon ab, ob sich damit in Bergkamen damit Geld verdienen lässt.

Die Anlaufstelle des Streetworks soll schon länger umziehen. Wohin ist jedoch immer noch nicht klar.

Die Anlaufstelle des Streetworks soll schon länger umziehen. Wohin ist jedoch immer noch nicht klar. © Stefan Milk

Neue Streetwork-Anlaufstelle ist grundsätzlich geplant

Bei anderen Wünschen hätte Schäfer gerne mit den Jugendlichen darüber diskutiert, welche Vorstellungen sie genau haben. Zu den Wünschen gehörte zum Beispiel der Umbau des Stadtmuseums, der bereits geplant ist. Oder ein Freibad. Davon gibt es in Bergkamen zurzeit zwei: das Wellenbad und das Naturfreibad in Heil. Das Wellenbad soll allerdings geschlossen werden, wenn der Bau des geplanten neuen Kombibades beginnt.

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Auch eine neue Anlaufstelle für das Streetwork, die sich Jugendliche wünschen ist eigentlich schon geplant. Möglicherweise dauern solche Entscheidungsprozesse jungen Leuten aber auch einfach zu lange. Als Schäfer auf den Wunsch nach einem Bahnanschluss sagte, dass das noch 20 Jahre dauert, stieß er auf wenig Verständnis.

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