An Ideen mangelt es dem Streetworkteam Imke und Arne Vogt offenbar nicht. Nach den Lieblingsplätzen, dem Stadtfilm und vor den Zeitenwanderern sind da noch die Fluchträume.

Bergkamen

, 03.11.2018, 17:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Und dies weniger als Zufluchtsorte für die jungen Menschen selbst, sondern für andere. Für die, die spielen und gleichzeitig Neues entdecken wollen. „Raumflucht“ heißt das Projekt, das das Streetworkteam mit Jugendlichen ab 15 Jahren seit Juni gestaltet. Das Ziel: Drei sogenannte „Escape-Rooms“, durch die sich die Besucher spielen können, die aber immer auch mit dem Thema Flucht zu tun haben. Das Spiel steht im Vordergrund, aber auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht.

Alle Räume, einer im Jugendheim Spontan in Rünthe, zwei im Oberadener Treffpunkt Yellowstone, sind kurz vor der Fertigstellung. „Wir hoffen, dass wir im Dezember mit allen drei Räumen fertig sind und im kommenden Jahr dann ganz offiziell eröffnen können“, sagt Arne Vogt. Der Raum im Rünther Jugendheim Spontan ist definitiv fertig. Eine Testgruppe, die sich bereits auf die Reise bzw. die Flucht begeben hat, hat einige kleine Mängel entdeckt, aber ansonsten ist hier die Raumflucht bereits gelungen. „Wir müssen noch einige Rätsel klarer definieren und am Sound feilen, aber das war es dann schon“, sagt Vogt.

Probeläufe notwendig

Eine Stunde war in Rünthe vorgegeben, um die insgesamt drei Räume zu passieren und in dieser Zeit das Rätsel zu lösen.

Die meisten Tester waren sogar noch ein wenig schneller, 45 Minuten waren für den Großteil kein Problem. „Zeitreise“ lautet dazu passend das Thema dieses ersten Fluchtraum-Rätsels, das für Jugendliche ab 14 Jahren freigegeben ist. Bis alles komplett frei gegeben werden kann, benötigt das Team noch einige Probeläufe und rund ein bis zwei Monate Zeit.

Im Oberadener Jugendheim Yellowstone befinden sich zwei Fluchträume kurz vor der Fertigstellung. Die Jugendlichen, die sich an diesem Projekt beteiligen, nutzten vor allem die Herbstferien, um weiter an den geplanten Räumen zu werkeln. Wie bei fast allen Projekten des Streetwork-Teams ist es ganz allein ihre Sache, wie sich die anfängliche Idee nach ihren Vorstellungen weiter entwickelt, mit welchen Effekten und Besonderheiten das Motto thematisiert wird.

Dazu hieß es natürlich immer wieder, auch praktisch unterwegs zu sein, Baumaterialien einzukaufen, zu verarbeiten, zu messen, anzupassen, auszubessern, fertig. Wie üblich bei den Projekten, die die Bergkamener Streetworker anbieten, machen die Jugendlichen fast alles selbst: Von der Planung und Ideenfindung bis zur Ausgestaltung der Räume.

Und schließlich können sich Spielefans in Rünthe und Oberaden in andere Welten flüchten und neue Dimensionen entdecken.

Auch dann hört die Mitarbeit der Jugendlichen nicht auf: Sie selbst betreuen auch die Fluchträume. Denn für den Fall, dass ein Spieler nicht wirklich weiterkommt, gibt es Tipps von den Jugendlichen draußen.

Drei Escape-Rooms für Bergkamen

Ob escape-room (englisch), Fluchträume, oder Rätselräume: Der Trend zu diesem Spiel, während dessen Spieler in einem abgeschlossenen Raum unterschiedliche Aufgaben lösen müssen, ist ungebrochen. Gefragt sind Teamwork, Logik und Aufmerksamkeit.

Bergkamener Jugendliche folgen dem Trend, angeregt vom Streetwork-Team, und planen, bauen und gestalten seit Mitte Juni insgesamt drei sogenannte „escape-rooms“ in den Jugendheimen Spontan in Rünthe und Yellowstone in Oberaden. Gestaffelt nach Altersklassen und Themen.

Alle sind sie einzigartig, einer besonders: Der „Fluchtraum“ im Yellowstone, der auf der Suche nach der Lösung aus dem Raum auch Interviews mit Geflüchteten aufzeigt. Von und mit den beteiligten Jugendlichen.

Seit Wochen arbeiten sie an den Räumen, momentan läuft die Testphase, doch im neuen Jahr hoffen sie auf viele Besucher.

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