Kindergartenplätze sind Mangelware in Bergkamen. Die Johanniter versprechen Abhilfe. Und anders als andere bauwillige Kindergarten-Betreiber nennen sie auch einen konkreten Termin.

Bergkamen

, 26.11.2018, 15:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass die Johanniter in der Lage sind, in relativ kurzer Zeit einen Kindergarten zu errichten, haben sie an der Eichendorffstraße bewiesen. Und auch die Pläne für den zweiten Bergkamener Johanniter-Kindergarten in Oberaden sind fertig, berichtet Wolfgang Baumbach, Regionalleiter der Johanniter in Dortmund, auf Nachfrage. „Wir warten nur noch auf die Baugenehmigung.“ Baumbach ist zuversichtlich, dass die Stadt sie bis zum Jahresende erteilt. Felix Heusner, Leiter des Amtes für Amt für Bauberatung, Bauordnung und Bauverwaltung, teilt diesen Optimismus: „Wir stehen Gewehr bei Fuß.“ Es fehle nur noch eine Stellungnahme eines Träger öffentlicher Belange. Wenn die positiv ausfalle könne die Stadt den Bau noch im Dezember genehmigen.

Johanniter wollen Anfang 2019 mit dem Kindergarten-Neubau beginnen

Der neue Kindergarten soll neben dem Kunstrasenplatz des Römerberg-Stadions entstehen.

75 neue Betreuungsplätze

Baumbach ist daher sicher, dass der Kindergarten spätestens zum neuen Kindergartenjahr den Betrieb aufnehmen kann. Dann gäbe es in Bergkamen vier neue Kindergarten-Gruppen mit insgesamt rund 75 Plätzen – das wäre angesichts des akuten Mangels an Kinderbetreuungsmöglichkeiten in Bergkamen ein echter Fortschritt.

Möglicherweise werden aber auch schon in der ersten Jahreshälfte Mädchen und Jungen einen neuen Kindergarten in Oberaden besuchen. „Wir gehen von einer Bauzeit von fünf Monaten aus“, sagt Baumbach. Falls das Wetter mitspielt, könnten die Bauarbeiten zu Beginn des neuen Jahres starten, das Gebäude wäre dann im Mai oder Juni bezugsfertig. Und dann würden die Johanniter den Kindergarten auch eröffnen – möglicherweise zumindest im Teilbetrieb. „Wahrscheinlich werden so kurz vor dem Ende des Kindergartenjahres nicht so viele Eltern ihre Kinder anmelden“, sagt Baumbach.

Da er aber sehr wohl mit einer großen Nachfrage rechnet, wollen die Johanniter das Anmeldeverfahren rechtzeitig in der ersten Jahreshälfte starten – ähnlich waren sie auch vorgegangen, bevor sie den Kindergarten an der Eichendorffstraße in Betrieb genommen hatten.

Johanniter wollen Anfang 2019 mit dem Kindergarten-Neubau beginnen

Auf dieser Fläche an der Sugambrerstraße sollen Anfang 2019 die Bauarbeiten für den neuen Kindergarten beginnen. © Marcel Drawe

Suche nach Personal

Außerdem brauchen die Johanniter natürlich auch Personal. Bisher allerdings haben sie noch keine Arbeitsverträge für den neuen Kindergarten in Oberaden unterzeichnet. „Da wir noch nicht genau wissen, wann er in Betrieb geht, wäre das Risiko zu groß“, sagt Baumbach. Aber angesichts der Tatsache, dass Erzieherinnen auf dem Arbeitsmarkt derzeit sehr gefragt sind, will er sich rechtzeitig um geeignete Mitarbeiterinnen kümmern. Und dabei hilft es den Johannitern, dass sie zahlreiche Kindergärten in verschiedenen Städten betreiben, sagt Baumbach: „Auf diese Weise können wir zum Beispiel unseren Auszubildenden ein Übernahmeangebot machen.“

Ein Investor baut

Die Johanniter wollen den neuen Kindergarten in Oberaden betreiben, bauen werden sie ihn jedoch nicht. Vielmehr wird ein Investor das Gebäude errichten und dann an den Träger vermieten. Anders als beim Kindergarten an der Eichendorff-Straße kooperieren die Johanniter dabei nicht mit einer Gesellschaft, die zum eigenen Verband gehört, sondern mit einem privaten Unternehmen: „Das Kindergartengebäude baut die AL Komplettbau GmbH aus Brilon“, berichtet Baumbach. Die Johanniter hätten schon häufiger mit diesem Unternehmen zusammengearbeitet. Das habe den Vorteil, dass die Sauerländer wüssten, worauf es beim Kindergartenbau ankommt und welche gesetzlichen Vorgaben zu beachten sind. Um dieses Investorenmodell rechtlich abzusichern, hat die Stadt nach Angaben ihres Jugendamtsleiters Udo Harder bereits vor einiger Zeit einen Vertrag mit den Johannitern abgeschlossen, der die Rechte und Pflichten des Trägers absichert. Inhaltlich dürfte dieser Kontrakt dem „Mustervertrag zur Sicherung von Investorenmodellen im Bereich Tageseinrichtungen für Kinder“ gleichen, den der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat.

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