Jetzt dürfen die Fußgänger sagen, was sie in Bergkamen stört

dzFußverkehrs-Check

Wenn es um umweltfreundliche Fortbewegung geht, denken die meisten ans Radfahren. Man kann aber auch einfach zu Fuß gehen. Das will die Stadt fördern und plant einen „Fußverkehrs-Check“.

Bergkamen

, 14.09.2019, 12:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Bergkamen will den Fußgängern das Leben erleichtern. Deshalb plant sie einen „Fußverkehrs-Check“. Um was es dabei geht, lässt sich am Mittwoch, 18. September, in Erfahrung bringen. Dann beginnt um 17 Uhr im Ratsaal im Ratstrakt der Auftaktworkshop. Dessen Teilnehmer erfahren auch, wo genau sich der Praxisteil des Projektes abspielt.

Begehungen in Rünthe und Oberaden

Geplant sind am 1. und am 8. Oktober zwei Begehungen in Oberaden und Rünthe. Wie Norman Raupach aus dem Amt für Planung, Tiefbau und Umwelt berichtet, stehen die Zentren dieser beiden Stadtteile bei der Aktion im Mittelpunkt, weil es dort etliche Geschäfte, Schulen, Seniorenheime und andere Einrichtungen gibt, die die Menschen oft zu oft zu Fuß erreichen. Bei dem Workshop am Mittwoch soll diskutiert werden, welche Problemstellen es für Fußgänger in Bergkamen gibt, zum Beispiel weil parkende Autos den Weg versperren, oder wo Zebrastreifen oder Ampeln fehlen. Auch Barrierefreiheit ist ein wichtiges Thema beim „Fußverkehrs-Check“.

FUSSVERKEHRs-Check

TERMINE FÜR FUSSGÄNGER

  • Mittwoch, 18. September: Auftaktworkshop um 17 Uhr im Ratssaal im Ratstrakt neben dem Rathaus
  • Dienstag, 1. Oktober: Begehung in Rünthe um 17 Uhr
  • Dienstag, 8. Oktober Begehung in Rünthe um 17 Uhr
  • Donnerstag, 14. November: Abschlussworkshop um 17 Uhr im Treffpunkt an der Lessingstraße

Abschlussworkshop im November

Bei den Fußmärschen in Oberaden und Rünthe sollen die Fußgänger dann schauen, welche Probleme es in der Praxis gibt und welche Lösungen in Frage kommen. Zum Abschluss gibt es noch einen Workshop, der für den 14. November im Treffpunkt angesetzt ist. Die Stadt will aber nicht nur die Bürger an dem „Fußverkehrs-Check“ beteiligen, sondern auch Experten. Geplant sei, einen Auftrag an ein externes Planungsbüro zu vergeben, das einen Abschluss-Bericht vorlegen soll, sagt Raupach.

Bericht soll Lösungen vorschlagen

Der soll konkrete Lösungs- und Verbesserungsvorschläge enthalten, damit die Fußgänger in Bergkamen schneller und bequemer vorankommen. Die Vorschläge der Planer sollen sich dabei nicht nur auf Oberaden und Rünthe beziehen, sondern auf die ganze Stadt. Denn die Ergebnisse der beiden Begehungen ließen sich ja auch auf andere Stadtteile übertragen, sagte Raupach: „Wir rechnen damit, dass der Bericht Anfang nächsten Jahres vorliegt.“

Eine von zehn Modellkommunen

Bergkamen ist eine von zehn „Modellkommunen“, die das Land NRW für diesen „Fußverkehrs-Check“ ausgesucht hat. „Wir haben uns für das Projekt beworben und im Juni den Zuschlag erhalten“, sagt Raupach. Nach Angaben des Landesverkehrsministeriums gab es insgesamt 25 Bewerber. Die anderen Städten, denen das Land einen Fußverkehrs-Check ermöglicht sind: Bad Driburg, Rahden, Beckum, Bottrop, Herten, Duisburg, Olpe, Overath und Lindlar.

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