Jahnschule muss noch durchhalten – Stadt sucht noch einen Architekten für den Neubau

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Bis die Schüler der maroden Jahnschule in neue Klassenräume umziehen können, wird es noch unbestimmte Zeit dauern. Bisher konnte noch nicht einmal die Planung für den Neubau an der Burgschule beginnen.

Bergkamen

, 24.02.2020, 13:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei der Anmelderunde für die Grundschulen in diesem Jahr war Schuldezernentin Christine Busch froh, dass sich die Erstklässler recht gleichmäßig auf die beiden Oberadener Grundschulen verteilen. Wenn sich allzu viele Eltern entschieden hätten, ihr Kind an der Jahnschule anzumelden, hätte es ein Problem gegeben.

Das Schulgebäude ist schon seit längerer Zeit marode. Die Stadt hat es zwar noch einmal hergerichtet – aber die Grundschule an der Jahnstraße hat an diesem Standort weder eine Zukunft noch Platz für allzu viele neue Schüler. Die zwei Eingangsklassen, die es im kommenden Schuljahr gibt, kann die Schule unterbringen.

An dieser durch einen Bauzaun gesicherten Stelle auf dem Gelände der Burgschule ist der Neubautrakt für die Grundschule geplant.

An dieser durch einen Bauzaun gesicherten Stelle auf dem Gelände der Burgschule ist der Neubautrakt für die Grundschule geplant. © Borys Sarad

Noch kein Zeitplan für Neubau und Umzug

Wann die Jahnschule wie geplant in neue Räume auf dem Gelände der früheren Burgschule umziehen kann, weiß Busch bisher noch nicht einmal ungefähr. Bisher gibt es noch nicht einmal einen Architekten, der den neuen Anbau an die Burgschule planen soll, den die Jahnschule beziehen soll. Wegen des großen Auftragsvolumens muss die Stadt die Arbeit europaweit ausschreiben – und das ist aufwendig und langwierig.

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Zurzeit würden die letzten Details vorbereitet, damit die Ausschreibung veröffentlich werden kann, sagt Busch. Sie geht davon aus, dass der Auftrag in etwa zwei bis drei Monaten vergeben ist. Erst wenn der Architekt sich an die Arbeit gemacht hat, könne ein Bauzeitenplan aufgestellt werden.

Mehrere aufwendige Ausschreibungen

Nach Buschs Einschätzung kann es zu weiteren Verzögerungen kommen, weil auch die Gewerke beim Bau des neuen Gebäudes einzeln ausgeschrieben werden müssen – zum Beispiel das Fundament und der Rohbau.

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In aller Regel bewerben sich auch bei europaweiten Ausschreibungen nur Architekten aus der Region. Busch fände es auch nicht gut, wenn die Stadt die Planung der Schule an ein Büro aus einem anderen Land vergeben müsste. „Es ist schon besser, wenn der Architekt das deutsche Schulsystem und die Gepflogenheiten hier kennt“, sagte sie.

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Zumindest sieht die Schuldezernentin keine großen Probleme, wenn die Jahnschule noch einige Zeit in ihren bisherigen Gebäuden an der Jahnstraße bleiben muss – zumindest wenn die Schülerzahl stabil bleibt. Die Stadt hat sie so weit hergerichtet, dass sie weiter nutzbar ist.

Die Gebäude, die von Ende der 50er Jahre stammen, weisen mittlerweile erhebliche Mängel auf. Unter anderem musste ein Raum gesperrt werden, weil der Fußboden schief ist.

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