Jäger warten noch auf Genehmigung für ihren Schießstand im neuen Schießzentrum

dzSchießzentrum Overberge

Geschossen wird im neuen Schießzentrum in Overberge bereits. Allerdings nicht auf dem Schießstand, den die Kreisjägerschaften selbst betreiben – sie warten noch auf die Genehmigung.

Overberge

, 12.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Beamten der Bundespolizei und des Zoll halten ihr Schießtraining bereits im neuen Schießzentrum der Kreisjägerschaften Unna und Hamm in Overberge ab. Das verdanken sie letztlich den Kollegen von der Kreispolizeibehörde Unna. „Wir haben eine Sondergenehmigung für die Raumschießanlage erteilt“, berichtet deren Pressesprecher Thomas Röwekamp.

Waffenbehörde prüft das Gutachten

Auf diese Weise ist zumindest schon in einem Teil des im Juni eröffneten Zentrums an der Hansastraße der Betrieb angelaufen. Auf ihren jagdlichen Schießstand müssen die Jäger aber noch verzichten. Für den hat die Kreispolizei noch keine Genehmigung erteilt. Das liegt daran, so berichtet Röwekamp, dass die Jäger ein notwendiges Gutachten erst relativ kurz vor dem Eröffnungstermin eingereicht hätten: „Außerdem gab es zunächst Unstimmigkeiten.“ Die seien aber inzwischen ausgeräumt. Die Waffenbehörde der Polizei sei derzeit damit befasst, die Expertise zu prüfen, sagte Röwekamp: „Das dauert natürlich seine Zeit.“

Jäger warten noch auf Genehmigung für ihren Schießstand im neuen Schießzentrum

In der Raumschießanlage dürfen die Schützen bereits zum Gewehr greifen. © Marcel Drawe

Der Landrat schaltet sich ein

Gleichwohl spricht im Moment wohl wenig dagegen, dass das Schießzentrum bald eine vollständige Betriebserlaubnis erhält. Auch der Geschäftsführer des Schießzentrums Unna-Hamm GmbH, Jochen Trebing, ist optimistisch, dass die behördliche Erlaubnis bald vorliegt. Als Termin dafür nennt das Schießzentrum auf seiner Homepage www.schiesszentrum-unna-hamm.de den 15. Juli. Das habe ihm Landrat Michael Makiolla zugesagt, berichtete Trebing. Polizeisprecher Röwekamp bestätigte, dass sich der Landrat in das Genehmigungsverfahren eingeschaltet habe. Nach Angaben von Trebing ist der Betrieb in der Raumschießanlage gut angelaufen. Sie wird von der Firma Jagdwelt24 GmbH betrieben, die in dem Zentrum auch ein Geschäft mit Büchsenmacherei unterhält.

Geschäftsbetreiber ist zufrieden

Auch dort herrsche schon eine rege Nachfrage, sagte Trebing. In den Sommermonaten werde es in dem Schießzentrum wohl etwas ruhiger zugehen, meinte Trebing. Allerdings gebe es auch schon Anfragen von Jägern, die die Raumschießanlage nutzen wollen. Auch für den jagdlichen Schießstand haben die Kreisjägerschaften bereits Zeiten für das „öffentliche Schießen“ festgelegt. Dann besteht die Möglichkeit, die vier 100-Meter-Bahnen, fünf Pistolenbahnen, eine Kipphasenanlage und die Möglichkeit des Schießens auf den „laufenden Keiler“ zu nutzen. Die Kreisjägerschaften wollen bald ein Online-Portal freischalten, auf dem man Schießzeiten buchen kann.

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