Eine zerstörte Fensterscheibe nach einem Einbruch (Symbolbild). © picture alliance / dpa
Polizei

In einem Bergkamener Ortsteil häufen sich die Einbrüche: Zufall?

Es ist nun schon das vierte Haus in Weddinghofen, in das innerhalb kürzester Zeit eingebrochen wurde. Die Polizei erklärt, ob es Zusammenhänge gibt – und wie Nachbarn sich verhalten sollen.

Einbrecher sind zwischen Freitag- und Sonntagmittag in ein Reihenhaus an der Schulstraße eingebrochen. Die bislang unbekannten Täter durchtrennten einen Rollladen und zerstörten die Fensterscheibe, um so ins Haus zu gelangen. „Sie durchsuchten sämtliche Räume nach Wertgegenständen. Ob etwas entwendet wurde, konnte zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme nicht ermittelt werden“, schreibt die Polizei über den Einbruch.

Es ist nicht die erste Meldung dieser Art und auch nicht die erste aus Weddinghofen. Tatsächlich ist dieser Fall schon der vierte innerhalb weniger Tage. Am 30. Juli wurde an der Gänsekuhle eingebrochen, am Tag davor in einem Einfamilienhaus am Espenweg und am 26. Juli wurde ebenfalls ein Haus an der Schulstraße von Einbrechern aufgesucht. Jedes Mal verschafften sich die Eindringlinge über die Fenster Zugang.

Mehrere Einbrüche in Weddinghofen: Ein Zufall?

Zufall? Das scheint naheliegend, aber die Polizei ist mit Aussagen über mögliche Zusammenhänge zurückhaltend. „Ohne Täter lässt sich schwer sagen, ob es die gleichen Personen sind“, sagt die Polizeisprecherin Vera Howanietz. Einbrecher würden oft die gleichen Muster benutzen, um in ein Haus zu gelangen – je nachdem, wie man am besten hereinkommt.

Es könnte also sein, dass es die gleichen Täter sind, die in Weddinghofen ihr Unheil trieben – es kann aber auch sein, dass es unterschiedliche Täter waren, die rein zufällig alle durchs Fenster kamen. Mehr weiß die Polizei erst, wenn die Täter gefasst sind. Bei den Ermittlungen kann jeder Hinweis hilfreich sein: Wer etwas Verdächtiges bemerkt hat, soll sich bitte bei der Polizei in Kamen unter Tel. 02307 921 3220 oder 921 0 melden.

Das können Nachbarn übrigens generell tun – zum Beispiel wenn sie bemerken, dass jemand ein Haus im Visier hat. Gerade dann, wenn ein Haus oder eine Wohnung verlassen wirkt, kann es zu Einbrüchen kommen, sagt Howanietz. Sie rät Urlaubern deshalb, sich vor der Abreise darum zu kümmern, dass das Haus bewohnt wirkt.

Nachbarn können bei der Prävention eine Hilfe sein

Der Nachbar, der die Post einsammelt, damit die sich nicht vor der Tür stapelt oder die Rollladen zu unterschiedlichen Zeiten hoch und runterlässt. Hier könne auch eine Zeitschalt-Uhr helfen, so Howanietz. Damit lässt sich auch das Licht zu bestimmten Zeiten an und ausschalten. „Ein Haus oder eine Wohnung sollte immer den Eindruck erwecken, bewohnt zu sein“, so Howanietz. In Mehrfamilienhäusern sollten Nachbarn beim Klingeln nicht ohne Nachfrage die Tür aufdrücken und mögliche Einbrecher hereinlassen.

Polizei

Einbruch in Getränkemarkt

  • Die Polizei meldet zum Wochenbeginn einen weiteren Einbruch: In der Nacht zu Sonntag öffnete ein unbekannter Täter laut Polizei gewaltsam die Schiebetür zu einem Getränkemarkt an der Präsidentenstraße. Er fixierte die Tür mit einem Einkaufswagen und drang ein. Er entwendete eine leere Geldkassette.
  • Hinweise an Tel. (02307) 921 3220 oder 921 0.

Ebenfalls rät Howanietz zu technischen Maßnahmen – zum Beispiel sichere Fensterrahmen. Welche das sind, erklärt die Beratungsstelle der Polizei. Auf der Internetseite der Kreispolizei Unna gibt es zahlreiche Tipps zum Thema Einbruchschutz. Wer sich eine Beratung wünscht, kann sich an das Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz in Kamen wenden unter Tel. (02307) 921 4400 oder 4412. Das Beratungsgespräch mit der Polizei kann übrigens auch zu Hause stattfinden, damit auch die Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt werden können. „Die Beratung durch die Polizei ist wettbewerbsneutral und kostenlos“, heißt es auf der Internetseite.

Über die Autorin
Jahrgang 1991. Vom Land in den Ruhrpott, an der TU Dortmund studiert, wohnt jetzt in Bochum. Hat zwei Katzen, liest lieber auf Papier als am Bildschirm. Zu 85 Prozent Vegetarierin, zu 100 Prozent schuhsüchtig.
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Claudia Pott

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