Coronavirus: Diese Restaurants in Bergkamen kochen weiter – zum Liefern oder Abholen

dzGastronomie

Essen gehen kann man in Zeiten des Coronavirus nicht mehr. Etliche Restaurants reagieren, indem sie Außerhaus-Verkauf und Lieferservice einrichten. Sie müssen sich an strenge Regeln halten.

Bergkamen

, 24.03.2020, 11:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem üblichen Ruhetag am Montag will Christine Kuhnke „Andys Fischhütte“ in Oberaden am Dienstag wieder öffnen. Nur für den Außerhaus-Verkauf versteht sich. Und nur nach Vorbestellung. Aber wer sich unter Tel. 0177 320 240 3 oder (02306) 980 2937 meldet, kann das bestellte Gericht an der Jahnstraße abholen – und muss dabei natürlich Abstand halten.

Wie lange Kuhnke ihr Angebot aufrechterhalten wird, weiß sie allerdings noch nicht. „Ich kann ja nur die Zutaten verwenden, die ich hier vor Ort bekomme“, sagt sie. Deshalb muss sie schauen, wie lange der Vorrat reicht und welche Gerichte sie dann noch anbieten kann.

Die Gastronomin scheut den Besuch im Großmarkt

Auch Doris Schulz, Inhaberin von „Sunny‘s Tränke“ auf der Sunray Ranch in Overberge, muss ihre Speisekarte reduzieren. „In den Großmarkt gehe ich nicht mehr“, berichtet sie, wie sie unnötige Kontakte zu anderen Menschen vermeidet. Die neue Speisekarte will sie am Donnerstag auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichen. Der Außerhaus-Verkauf läuft donnerstags bis sonntags von 17 bis 20 Uhr, Bestellungen sind unter Tel. (02307) 12333 möglich.

Inhaber Halil Yildiz hat der Restaurant „Kronenkurve“ erst vor gut einem Monat geöffnet. Nun gibt es nur noch einen Außerhaus-Verkauf.

Inhaber Halil Yildiz hat der Restaurant „Kronenkurve“ erst vor gut einem Monat geöffnet. Nun gibt es nur noch einen Außerhaus-Verkauf. © Stefan Milk

Auch Halil Yildiz, Inhaber des Restaurants „Kronenkurve“ an der Bambergstraße, hat sich nach Rücksprache mit den Mitarbeitern für einen Außerhaus-Verkauf entschieden - täglich von 11 bis 16 Uhr.

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Bestellungen sind möglich unter Tel. (02307) 9165666. Yildiz hat das Restaurant erst vor rund einem Monat geöffnet und will das Personal nach Möglichkeit halten. Natürlich müssen sich alle an die Abstandsregeln halten. Aber dafür sei sowohl in der Küche als auch im Gastraum ausreichend Platz, meint Yildiz.

Es gibt Restaurants, die liefern

Auch Fotini Nikolaidis und ihre Familienmitglieder aus dem griechischem Restaurant „Olympia“ in Weddinghofen achten darauf, dass sie ihren Kunden beim Außerhaus-Verkauf nicht zu nahe kommen. Speisen zum Mitnehmen gibt es dort von 12 bis 21 Uhr, das Restaurant ist unter Tel. (02307) 61041 zu erreichen.

Andere Restaurants reagieren auf die Corona-Krise, indem sie auch einen Lieferservice anbieten. Ute Meyer, die „Meyer‘s gute Stuben“ in Oberaden betreibt, hat schon in der vergangenen Woche älteren Menschen Mahlzeiten nach Hause gebracht.

Auch Pommes und Curry-Wurst gibt es nur noch zum Mitnehmen. Für die Imbiss-Buden gelten die gleichen Regeln wie für Restaurants.

Auch Pommes und Curry-Wurst gibt es nur noch zum Mitnehmen. Für die Imbiss-Buden gelten die gleichen Regeln wie für Restaurants. © picture alliance/dpa

Und die Küche habe noch Kapazitäten für weitere Lieferungen, sagt sie. Der Wochenplan findet sich auf der Facebook-Seite von „Meyer‘s gute Stube“, Bestellungen sind möglich unter Tel. Tel. (02306) 9404490 oder 01573/1131569.

Auch Sadija Bajric, der Betreiber des „Forellenhofes“ in Rünthe verkauft außer Haus und liefert aus.

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Und zwar dienstags bis sonntags von 12 bis 22 Uhr, nach Anruf unter (02389) 535050. Inzwischen bekommt er aber auch Bestellungen aus Nachbarstädten wie Werne oder Lünen.

Auch Imbiss- und Dönerbuden verkaufen außer Haus

Zudem können die Bergkamener ihren Hunger an den zahlreichen Imbiss- und Dönerbuden stillen, zumindest, wenn sie ihre Gerichte mit nach Hause nehmen. Auch für diese gastronomischen Betrieb gilt die Regel, dass sie ihren Sitzbereich absperren müssen, aber der Außerhaus-Verkauf weiter erlaubt bleibe - auch ohne telefonische Bestellung.

Nach Rücksprache mit seinen Mitarbeitern verzichtet der Betreiber der Schützenheide auf einen Außerhaus-Verkauf.

Nach Rücksprache mit seinen Mitarbeitern verzichtet der Betreiber der Schützenheide auf einen Außerhaus-Verkauf. © Stefan Milk

Es gibt aber auch Gastronomen, die ihr Haus lieber ganz schließen. Zum Beispiel Sascha Djuric, der Inhaber der Schützenheide. Seine Mitarbeiter hätten sich gegen den Verkauf von Speisen ausgesprochen, weil sie die Ansteckungsgefahr durch zu engen Kontakt mit den Kunden fürchten. Djuric hat Verständnis dafür.

Die Aufzählung der Restaurants. die einen Außerhaus-Verkauf oder Lieferservice anbeiten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Gastronomische Betriebe, die auf ihr Angebot aufmerksam machen wollen, können das über das über das Kontaktformular unserer Aktion „Wir halten zusammen“ auf www.hellwegeranzeiger.de tun.
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