In den geräumten Häusern beginnen die letzten Arbeiten vor der Rückkehr der Bewohner

dzTöddinghauser Straße

In den geräumten Häusern an der Töddinghauser Straße tut sich was. Fachfirmen haben damit begonnen, Brandschutzmängel zu beseitigen. Die Rückkehr der Bewohner rückt näher.

Bergkamen

, 10.09.2019, 12:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nun geht es schnell voran mit den Arbeiten in den geräumten Häusern. Hausverwalter Jörg Berchem hat Fachfirmen für die noch ausstehenden Brandschutzmaßnahmen gefunden. Und sie gehen zügig ans Werk: „Die Arbeiten beginnen heute“, berichtete Berchem am Dienstag auf Nachfrage. Damit scheint sich die Hoffnung zu erfüllen, die bei den Bewohnern nach einer Begehung am 3. September gewachsen war.

Die Arbeiten sind nicht sehr aufwendig

Der von der Stadt beauftragte Brandschutzgutachter Dr. Dirk Hagebölling hat dabei eine Verbesserung des Brandschutzes in den geräumten Häusern bescheinigt, allerdings noch einige zusätzliche Dinge angemahnt, die erledigt werden müssen, bevor die Menschen zurück in ihre Wohnungen dürfen. Aber Hagebölling hatte auch prognostiziert, dass die notwendigen Arbeiten nicht allzu zu aufwendig sind. Berchem ist dann optimistisch, dass sie bis zum Ende der Woche erledigt sind.

In den geräumten Häusern beginnen die letzten Arbeiten vor der Rückkehr der Bewohner

Hausverwalter Jörg Berchem ist optimistisch, dass die Menschen bald in ihre Häuser zurückkehren können. © Stefan Milk


Vor der Rückkehr ist eine weitere Begehung notwendig

Dann allerdings können die Bewohner noch nicht sofort wieder zurück. Zunächst muss es eine weitere Begehung geben, bei der Hagebölling sich davon überzeugt, ob die Brandschutz-Anforderungen tatsächlich erfüllt sind. „Die Stadt hat aber zugesagt, dass sie kurzfristig einen Termin ermöglicht“, sagte Berchem. Sobald die Fachfirmen ihre Aufträge erledigt haben, will er Kontakt zum Rathaus aufnehmen. Der Verwalter erwartete allerdings nicht, dass es in dieser Hinsicht noch Schwierigkeiten gibt. Auch wenn es zwischenzeitlich aussah, als würden Eigentümervertreter und Behörden auf Konfliktkurs gehen, ziehen beide Seiten jetzt wohl tatsächlich an einem Strang. Wohl auch wegen der Kooperationsbereitschaft von Berchem. „Wir werden auch sehr gut von der Feuerwehr unterstützt“, betonte der Hausverwalter.

Die Nerven der Bewohner liegen blank

Wenn die laufenden Arbeiten abgeschlossen sind, ist der Brandschutz in den 45 Jahren Hochhäusern zwar immer noch nicht vollständig hergestellt – aber was dann noch zu tun ist, kann auch erledigt werden, wenn die Menschen in ihre Wohnungen zurückgekehrt sind. Darauf warten sie dringendst: „Die Nerven liegen blank“, sagte Berchem. Schließlich müssen die Bewohner seit der kurzfristigen Räumung am 15. Mai in Notquartieren oder bei Freunden und Verwandten ausharren. Die meisten können auch nicht einfach umziehen, weil sie ihre Eigentumswohnung selber nutzen. Gleichwohl hat bisher wohl keiner die Hoffnung auf eine Rückkehr vollständig aufgegeben, sagte Berchem: „Verkauft hat niemand.“

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