In den Ferien bleibt der Müll auf den Schulhöfen liegen

dzFerien-Problem

An den Bergkamener Schulen herrscht Ferienruhe. Allerdings gibt es junge Menschen, die die Schulhöfe als abendlichen Treffpunkt nutzen. Zuweilen mit unschönen Hinterlassenschaften.

Bergkamen

, 20.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich sollte es in den großen Ferien ruhig zugehen auf den Höfen der Bergkamener Schulen. Aber zumindest abends nutzen Jugendliche und junge Erwachsene die schulfreie Zeit, um sich dort zu treffen. Die Hinterlassenschaften in Form von Müll und leeren, manchmal zerbrochenen Flaschen finden sich dort am nächsten Morgen wieder. „Das ist ein Phänomen, das in jeden Ferien auftritt“, sagt die städtische Schuldezernentin Christine Busch auf Anfrage.

Die Hausmeister haben Urlaub

Dass der Müll liegen bleibt, hängt auch damit zusammen, dass auch die Hausmeister der Bergkamener Schulen in den Ferien Urlaub machen. „Wir haben zwar einen Vertretungsdienst“, sagt Busch. Aber der kann die Schulhöfe naturgemäß nicht so schnell und so zuverlässig aufräumen wie die etatmäßigen Hausmeister. Den Ferien-Müll gibt es nicht auf dem Hof des Städtischen Gymnasiums, sondern auch an anderen Schulen, berichtet Busch. Auch an Grundschulen. Ein beliebter abendlicher Treffpunkt sei in den vergangenen Jahren auch immer die Pfalzschule in Weddinghofen gewesen, sagt Busch. Zumindest dort scheint die Situation in diesem Jahr besser geworden zu sein. Busch führt das auf die angrenzenden Wohnbebauung zurück.

Treffpunkte an schwer einsehbaren Orten

Denn wegen der gibt es keine verborgenen Plätze mehr, in die sich die abendlichen Schulhof-Nutzer gerne zurückziehen. Dass sie sich an eher uneinsehbaren Stellen treffen, macht auch den Ordnungshütern das Leben schwer. Die Stadt hat die Polizei gebeten, abends schon einmal Streifenwagen an den Schulhöfen vorbeizuschicken. Aber letztlich gebe es natürlich dringendere Angelegenheiten, um die sich die Polizeistreifen kümmern müssen, weiß auch die Dezernentin. Zumal Busch in diesen Sommerferien noch keinerlei Beschwerden über abendliche oder nächtliche Ruhestörungen von den Schulhöfen zu Ohren gekommen sind. Ein probates Gegenmittel zu den Klagen über den Müll auf den Schulhöfen fällt der Schuldezernetin auch nicht ein: „Das ist eine Sisyphos-Arbeit!“

Grundreinigung vor dem Schulbeginn

Die städtischen Streetworker können auch nichts ausrichten: Sie sollen sich um Jugendliche kümmern, die Schulhof-Verschmutzer seien aber oft schon im jungen Erwachsenen-Alter, meint Busch. Immerhin ist Besserung in Sicht. Die Ferien neigen sich dem Ende entgegen: Und vor dem ersten Schultag werde die Stadt die Schulhöfe einer gründlichen Reinigung unterziehen, kündigt Busch an.

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